Lokalsport Mannheim

Fußball-Verbandsliga Mannheimer können Oberliga-Aufstieg noch schaffen

VfR hofft gegen Gommersdorf auf kleines Wunder

Archivartikel

Mannheim.„Wir brauchen jetzt ein Wunder.” Sven Wolf, Geschäftsführer des VfR Mannheim, brachte es mit diesem Satz auf den Punkt. Erneut droht der Fußball-Verbandsligist das Ziel Oberliga-Aufstieg zu verpassen – erneut schon nach der regulären Saison. Nach der 1:2-Niederlage beim SV 98 Schwetzingen am Donnerstag liegt der Traditionsklub drei Punkte hinter dem Zweiten Fortuna Heddesheim, der an Fronleichnam sein Heimspiel gegen Olympia Kirrlach mit 4:3 gewann und im Saisonfinale morgen nur noch einen Punkt zur Vize-Meisterschaft benötigt.

Nach dem Desaster in Schwetzingen sprach VfR-Trainer Manuel Wengert am Donnerstagabend schon so, als ob die Saison gelaufen wäre. Doch sein Team hat noch eine Chance. Die Rasenspieler müssen dafür allerdings ihre Heimpartie gegen den Tabellenletzten VfR Gommersdorf, die morgen um 17 Uhr angepfiffen wird, mit mindestens fünf Toren Vorsprung gewinnen und gleichzeitig hoffen, dass Heddesheim in seinem Heimspiel beim TuS Bilfingen patzt.

Was dem VfR vielleicht Hoffnung geben könnte: Für Gommersdorf geht es um nichts mehr. Der Abstieg der Odenwälder steht fest. Ob der VfR da noch große Gegenwehr leisten muss, ist zweifelhaft. Der TuS Bilfingen dagegen braucht noch Punkte, um den Klassenerhalt klar zu machen und könnte Heddesheim noch einmal Probleme bereiten.

Lob an die Mannschaft

Der Gegner der Rasenspieler, der VfR Gommersdorf, holte in der Vorrunde nur vier Punkte. Doch unter dem Mannheimer Coach Peter Hogen zeigten sich die Odenwälder in der zweiten Saisonhälfte verbessert und sorgten für so manche Überraschung. „Wunder gibt es im Fußball immer wieder, vielleicht ja auch am Sonntag”, betont Wolf.

Unterdessen benötigt Fortuna Heddesheim in Bilfingen (Sonntag, 17 Uhr) nur einen Punkt, um sicher Zweiter zu werden. Gegen Kirrlach stand der Sieg erst acht Minuten vor Schluss fest.

Yannick Tewelde sorgte mit einem verwandelten Foulelfmeter – Teamkollege Andreas Lerchl war im Kirrlacher Sechzehner von den Beinen geholt worden – zum 4:3-Endstand für Erleichterung beim eigenen Anhang. Fortuna-Trainer Rene Gölz lobte seine Mannschaft: „So ein Fernduell um den zweiten Tabellenplatz ist oft eine Kopfsache. Wir haben das in den letzten beiden Spielen mit zwei Erfolgen gut gemacht.“

Dennoch war der Trainer mit den Leistungen nicht ganz zufrieden. „Das können wir besser, aber aufgrund der Umstände zählt da auch nur das Ergebnis.“ Ob gegen Bilfingen die zuletzt verletzten Daniel Gülde und Yannik Wöppel wieder dabei sind, ist noch offen. bol