Lokalsport Mannheim

MM-Extra-Spiel Beim Landesliga-Vergleich zwischen dem VfL Kurpfalz Neckarau und Türkspor Mannheim treffen am Sonntag zwei spielstarke Teams aufeinander

Viel spricht für ein Torfestival

Archivartikel

MANNHEIM.In der Fußball-Landesliga Rhein-Neckar steigt am Sonntag, 15 Uhr, das Mannheimer Derby. Der VfL Kurpfalz Neckarau empfängt zu Hause den FC Türkspor. Beide Teams wollen punkten, um das Polster auf die Abstiegsränge zu vergrößern.

„Es könnte ein torreiches Spiel werden“, glaubt Feytullah Genc, der zusammen mit Richard Weber und Bernd Wigand die Neckarauer trainiert. Für Genc ist es sicherlich ein besonders Spiel. Er trainierte vor seinem Engagement beim VfL Kurpfalz den FC Türkspor, führte die Mannschaft auch in die Landesliga. Informationen über den nächsten Gegner hat Genc dementsprechend viele. „Der FC ist in dieser Saison eine lauf- und spielstarke Mannschaft. Türkspor hat bislang einen sehr positiven Saisonverlauf, in den Spielen der Mannschaft fallen immer viele Tore. Das ist wie bei uns“, sagt der Neckarauer Coach.

Beim VfL Kurpfalz lichtet sich das Lazarett. Nur noch Gökhan Özkan (Bänderriss) und Lukas Perz (Rotsperre) werden sicher ausfallen. Hinter den Einsätzen von Max Djoundjeu (Sprunggelenkentzündung) und Milli Joksimovic (Bänderreizung) stehen momentan Fragezeichen. „Jedoch hoffen wir, dass es für Sonntag reichen wird“, erklärt Genc. Der VfL Kurpfalz liegt auf dem elften Rang und hat zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den derzeit der FK Srbija Mannheim belegt. Zum Ligazehnten Türkspor sind zwei Zähler.

Der Neckarauer Trainer macht klar: „Wir müssen einfach Geduld haben. Wir Trainer erwarten natürlich, dass die taktischen Vorgaben von unseren Spielern umgesetzt werden. So werden wir dann auch gute Möglichkeiten haben, die nötigen Punkte einzufahren.”

Beim FC Türkspor Mannheim werden noch die Wunden nach der 2:5-Heimniederlage gegen die SG Heidelberg-Kirchheim geleckt. „Da war mehr drin. Wir haben durch dieses Spiel auch eine viel bessere Ausgangslage vor dem Derby gegen Neckarau verpasst. Klar ist: Auch wenn man Sechster oder Siebter ist – der Abstand zum Relegationssrang ist bislang immer sehr klein. In der Liga geht es eben ganz eng zu”, sagt Trainer Battal Külcü.

Türkspor mit „Wut im Bauch“

Mit 17 Punkten aus den bisherigen zwölf Spielen hat sich der FC Türkspor nach einem großen Umbruch im Sommer aber schon sehr gut geschlagen. „Wir haben in den vergangenen Wochen wie die anderen Teams auch einige verletzte und angeschlagene Spieler gehabt. Das soll aber keine Ausrede sein. Gegen Neckarau sind die Jungs heiß und ich erwarte auch ein schönes Spiel“, sagt Külcü, der betont: „Wir fahren nach der jüngsten Niederlage jedenfalls mit viel Wut im Bauch nach Neckarau. Das ist für mich ein weiteres Finale im Kampf um den Ligaverbleib.“

Torwart Hamdi Koc ist wegen seiner Roten Karte vom vergangenen Spieltag am Sonntag gesperrt. Somit wird bei Türkspor Mario Barreto gegen seinen Ex-Verein zwischen den Pfostenstehen. „Wir haben eine Idee, wie wir Neckarau schlagen können“, sagt Külcü.

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