Lokalsport Mannheim

Handball-Badenliga, Frauen Schriesheim kommt zum Derby

Viernheim mit viel Respekt

Viernheim.Nachlegen heißt es morgen Abend für die Badenliga-Handballerinnen des TSV Amicitia Viernheim. Eine Woche nach dem 21:15-Derbysieg bei der nun spielfreien SG Heddesheim, erwartet die Spielerinnen von Trainer Matthias Kolander das nächste Nachbarschaftsduell: Ab 18 Uhr ist der TV Schriesheim in der Rudolf-Harbig-Halle zu Gast. „Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen und uns damit auch in der Spitzengruppe festsetzen“, lässt der Übungsleiter der Südhessinnen keine Zweifel aufkommen.

Respekt hat Viernheim vor allem vor einer Spielerin aus Schriesheim: Sabrina Matthes. „Nach den Abgängen von Jule Paloj und Christina Fahrenbach liegt noch mehr Verantwortung auf ihr. Da muss man aufpassen“, so Kolander, der große Stücke auf die Spielmacherin und Torjägerin in Personalunion hält. Ansonsten sieht er die Bergsträßerinnen etwas schlechter aufgestellt. „Das hat man in den bisherigen Spielen in der zweiten Hälfte immer gesehen. Aber im Derby werden sie sicherlich alles in die Waagschale werfen“, warnt er eindringlich davor, Schriesheim aufgrund des schwachen Saisonstarts und 0:4 Punkten zu unterschätzen.

Ob die zweiwöchige Spielpause des TVS ein Vorteil ist, weil man sich intensiv auf Viernheim vorbereiten konnte, oder ein Nachteil, weil der Spielrhythmus fehlt, wird sich erst während der Partie zeigen. Auf alle Fälle hat der TSV Amicitia zuletzt kräftig Selbstvertrauen getankt und mit dem sicheren Sieg bei den bis dahin verlustpunktfreien Heddesheimerinnen – auf Grund einer starken zweiten Hälfte – ein Ausrufezeichen gesetzt.

Saase ohne Druck ins Spitzenspiel

Die Mannschaft der Stunde rüstet indes zum Spitzenspiel: Die HG Saase (6:0 Punkte) empfängt bereits heute Abend um 17 Uhr die HG Oftersheim/Schwetzingen (8:0). „Wir schauen von Spiel zu Spiel und in erster Linie auf unsere eigene Leistung“, will Saases Trainer Carsten Sender keinen Druck aufbauen. Im Gegenteil: „Oftersheim/Schwetzingen will aufsteigen, also sind sie Favorit.“ Dass seine junge Mannschaft zuletzt ein Offensivfeuerwerk nach dem anderen abbrannte und dabei sogar Ausfälle von Leistungsträgerinnen kompensieren konnte, gefällt dem engagierten Coach natürlich, „aber wir tun gut daran, keine Erwartungshaltung zu wecken, die zum Rucksack werden kann. Wir müssen uns weiter entwickeln“. me