Lokalsport Mannheim

Stark im Sport (82) Stefano Lo Ricco ist baden-württembergischer und badischer Leichtathletik-Hallenmeister

Weite Sprünge als Ansporn

Archivartikel

Mannheim.Im zarten Alter von sieben Jahren hat Stefano Lo Ricco mit der Leichtathletik angefangen. Nun, rund zehn Jahre später, gehört er zu den Hoffnungsträgern der Leichtathletik-Abteilung des SV 98/07 Seckenheim. „Begonnen hat alles mit meiner Schwester, die auch Leichtathletik gemacht hat und mich motiviert hat, es auch auszuprobieren“, sagt der 17-Jährige.

Während in jungen Jahren noch Sprint, Weitwurf und Weitsprung gemischt trainiert werden, hat sich Lo Ricco inzwischen auf die Sprungdisziplinen spezialisiert. „Das passt am besten zu mir und meiner Statur“, sagt er. Weitsprung, Hochsprung und Dreisprung sind die Disziplinen, auf die er sich mit 15 Jahren festgelegt hat. „Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Weitsprung, da bin ich am besten.“

Zum Abschluss der Hallensaison sicherte er sich im Februar dieses Jahres mit 6,54 Metern den Titel bei den Badischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften im Weitsprung. Im Januar wurde er in der selben Sportart baden-württembergischer Meister in der Halle. Hier reichten ihm 6,36 Meter zum Sieg. Auf den ganzen Erfolgen will sich der Schüler aber keinesfalls ausruhen: „Mein Ziel sind 6,80 Meter. Das ist meine Trainings-Bestleistung und auch die Norm für die Deutschen Meisterschaften im U-18-Bereich.“

Viermal wöchentlich trainiert er hart für dieses Ziel: Montags steht Krafttraining mit Hanteln und Körpergewicht auf dem Plan, Dienstags liegt der Fokus auf den Grundlagen und dem Sprung, Donnerstags steht ausschließlich der Sprung im Fokus und Freitags nur die Grundlagen. Dazu kommen zahlreiche Wettkämpfe. In der Hallensaison über den Winter seien es zwar nur wenige gewesen – vier um genau zu sein – im Sommer stehen jedoch einige mehr an. „Auf zehn bis 15 Wettkämpfe komme ich da“, erzählt der Mannheimer. Rund 15 Stunden nimmt sein Sport wöchentlich in Anspruch, dazu kommen noch Schule und Hausaufgaben. „Meine Freunde finden das aber nicht schlimm, dass ich so wenig Zeit habe“, sagt er. „Sie sehen ja auch meine Leistung und finden es gut, dass ich das mache.“ Unterstützung erhält er sowohl von seinen Eltern („bei Events in der Nähe sind sie immer dabei“), wie auch von den Teamkameraden. „Leichtathletik ist ja auch ein Teamsport. Ich bin gern mit den anderen zusammen und verstehe mich mit jedem gut“, sagt er. „Bei Wettkämpfen feuern wir uns natürlich auch immer gegenseitig an.“ Eine übergroße Erwartungshaltung gäbe es jedoch nicht: „Mir macht niemand Druck, außer ich selbst – und ich habe ja schon einiges erreicht“,so Lo Ricco. „Meine Eltern sind auf jeden Fall stolz auf mich.“