Lokalsport Mannheim

Stark im Sport (Folge 112) Um nicht so früh aufstehen zu müssen, wechselte die 17-Jährige vom Tennis zum Volleyball – und schnupperte bereits Regionalliga-Luft

Wettkampftyp Clara gibt auch im Training alles

Mannheim.So lange sie zurückdenken kann, spielen Bälle im Leben von Clara Bräunig eine große Rolle. „Bei uns zu Hause lagen ständig und überall Bälle jeder Art rum“, erinnert sich die 17-Jährige. Den Umgang mit ihnen lernte die Tochter der Volleyball-Trainerin Sabine Bräunig schon als kleines Kind in der Ballschule und bevor sie sich voll und ganz dem Volleyball verschrieb, spielte sie als Teenager auch zwei Jahre Tennis in Sandhofen.

„Unsere Spiele waren aber immer am Sonntagmorgen, das hieß: früh aufstehen. Darauf hatte ich irgendwann keinen Bock mehr und habe mit dem Tennis aufgehört.“ Keinerlei Unlust verspürt sie dagegen, wenn sie dreimal pro Woche ins Training der VSG Mannheim geht. Seit ihrem sechsten Lebensjahr ist sie dort Mitglied und hat in der Jugend inzwischen alle Ausbildungsstufen durchlaufen.

Derzeit ist sie in vier Teams aktiv. Mit ihrer Stamm-Mannschaft Damen 3 führt Clara die Tabelle der Bezirksliga an, zudem spielt sie auch in der U 20 mit. Regelmäßig trainiert sie mit den Damen 2 aus der Verbandsliga und sie hatte sogar schon einen Einsatz bei den Damen 1 in der Regionalliga.

„Das war eines meiner schönsten Erlebnisse“, schwärmt sie von der Partie gegen Ludwigsburg - auch wenn es in eigener Halle eine Niederlage gab. „Ich selbst war auch nicht so zufrieden mit mir, aber alle anderen haben mich gelobt. Auf jeden Fall habe ich gemerkt, dass die Qualität in der Regionalliga deutlich besser ist. Das Spiel war aber nicht so schnell, wie ich erwartet hatte.“

Die Premiere bei den Damen 1 verdankt sie einer Sichtung im Sommer. „Fünf von uns wurden von unseren Trainern vorgeschlagen, die Saison-Vorbereitung der höherklassigen Teams mitzumachen.“ Drei haben es in die Notizbücher der Coaches Kathi Trübenbach (D 1) und Volker Bondzio (D 2) geschafft, Clara Bräunig war die Erste mit einem tatsächlichen Einsatz bei D1.

„Ich spiele auf meiner Wunschposition Außen. Das passt gut, denn meine Stärke ist, den Ball hart zu schlagen. Außerdem finde ich oft die Lücken in der gegnerischen Abwehr , sagt die 1,73 große Mannheimerin, die auch den Angriff und den Block beherrscht. „Aber ich bin schnell mal deprimiert, wenn es nicht so läuft, wie geplant. Manchmal hat es positive, manchmal negative Auswirkungen.“

Der Traum vom Nationalteam

Auch wenn sie sich selbst als Wettkampftyp bezeichnet, gibt sie im Training alles und mag es überhaupt nicht, „wenn jemand schlecht gelaunt in die Halle kommt.“ Ihre Nahziele formuliert sie klar: „Ich will mich dauerhaft für die Damen 2 empfehlen und später natürlich auch für die Damen 1.“ Außerdem erlaubt sie sich als Fernziel den Traum von der Nationalmannschaft.

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