Lokalsport Mannheim

Tanzsport Bei der siebten Auflage des Festivals „m)))motion“ treten unter 5000 Teilnehmern die Stars der Standard-Szene ebenso an wie zahlreiche Amateure

Zwischen Weltklasse und Tanzschule

Mannheim.Das Parkett liegt bereit für Welt- und Europameister, die bei den German Open Championships der Professionals ihre nächsten Punkte für die Weltrangliste holen wollen. Das zu den World-Series zählende Turnier findet am 16. und 17. Juni zum siebten Mal im Rahmen des 12. Tanzsportfestival „m)))motion“ im Mannheimer Rosengarten statt. Aber wie immer sind nicht nur hochwertige internationale Amateur-Wettbewerbe integriert, sondern auch die Deutschen Tanzschulmeisterschaften. Allein deren Teilnehmer machen den Großteil der rund 5000 Starter aus, allein 3500 – das sind zehn Prozent mehr als 2017 – haben sich für die DM im Hip Hop und Videoclip-Dancing (VCD) qualifiziert. Auch der Zuwachs bei den internationalen Turnieren ist mit 300 Paaren beträchtlich.

Dauergäste und Favoriten

Dauergast bei den German Open der Profis sind die fünffachen Standard-Europameister und WM-Andrea Ghigiarelli/Sarah Andracchio-Ghigiarelli aus England. Das Paar, das auch abseits des Parketts gemeinsam durchs Leben geht, gewann schon viermal in Mannheim, letztes Jahr mussten die Beiden pausieren, nun nehmen sie Titel Nummer fünf in Angriff. Die Aussichten sind gut, 2018 wurden sie auf ihren Asien-Tour fünfmal Zweiter, in Blackpool Dritter. Konkurrenz haben sie in den EM-Finalisten Aleksandr Zhiratkov und Irina Novozhilova (Russland), Sergiu und Dorota Rusu (Polen) sowie Lukas und Aleksandra Tomczak (Polen). Bei den Standard-Amateuren sind die Weltmeister Fedor Isaev und Anna Zudilina (Russland) die Favoriten.

Die Semifinals und Finals finden während des abendlichen Rosenballs im Mozartsaal statt, dort kämpfen dann auch die besten Hip-Hop- und VDC-Formationen der Profi-League um die Medaillen.

„Die Paare lieben unser Tanzfestival wegen des Ambientes im Rosengarten und der großen Liveband. Die meisten Veranstaltungen finden mittlerweile in Sporthallen statt, auch Live-Musik ist keine Selbstverständlichkeit mehr“, ist Stefan Ossenkop, dem Projektleiter des Veranstalters mcon, um die „m)))motion“-Zukunft nicht bange. „Viele Länder nehmen im Kalender sogar Rücksicht auf uns.“ Es gibt nur ein Problem. „Unser vom Verband vorgegebener Etat für die Preisgelder ist 18 000 Euro. Niemand in Europa kann mit den asiatischen Preisgeldern mithalten, die zehnmal so hoch sind.“ Dass dennoch 30 Paare aus China anreisen, betrachtet er als große Wertschätzung des Mannheimer Turniers.

Insgesamt sind an zwei Tagen 100 Wettbewerbe in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen ausgeschrieben. „Wir haben aufgestockt, damit alle Paare zweimal an den Start können“, ging Ossenkop hierbei ebenso auf Teilnehmerwünsche ein, wie bei der Aufnahme eines neuen, generationenübergreifenden Teammatchs. Dabei tanzen am Sonntag jeweils vier Standard- und Lateinpaare aus den Altersklassen Kinder, Juniors, Jugend, Adults im fliegenden Wechsel.

Gemeldet haben China, Weißrussland, Russland, England, die Ukraine und Polen. Ebenfalls neu ist ein mit Hilfe von „Anpfiff ins Leben“ organisierter Workshop „Tanz mit Prothesen“ (Sonntag).