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Baseball Eine mitunter turbulente Runde endet für die Tornados mit Rang fünf in der Bundesliga Süd / Club ist erneut auf Trainersuche

Zwischenrunde als Ziel für nächste Saison

Archivartikel

Mannheim.Die Mannheim Tornados haben die Baseball-Bundesliga-Saison mit zwei Siegen und somit als Tabellenfünfter der Südgruppe abgeschlossen. Am letzten Spieltag der Playdowns bezwang die Mannschaft im Roberto-Clemente-Field die Saarlouis Hornets mit 21:10 und 9:0. „Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung der Mannschaft zufrieden. Allerdings tat die Tatsache, dass wir uns nicht für die Zwischenrunde der besten vier Teams qualifizieren konnten, doch sehr weh“, sagt Peter Engelhardt, der Präsident des Clubs.

„Ein Missverständnis“

Mit Dave Daniels als Trainer waren die Tornados im Frühjahr in die Saison gegangen. Doch nach kurzer Zeit beendeten sie schon wieder die Zusammenarbeit mit ihm. „Es war einfach ein Missverständnis, Dave Daniels ist zweifellos ein Baseballfachmann, aber er hat einfach keinen Draht zu den Spielern legen können. Und bevor hier ein größeres Unglück passiert wäre, mussten wir die Reißleine ziehen“, betont Engelhardt. Arlen Barrera, ehemaliger Spieler der Mannheimer, sprang ein und blieb auch bis zum Schluss. „Das hat mich sehr gefreut, dass das so geklappt hat. Und es hat mich auch positiv überrascht, wie die Mannschaft auf diese Sache reagiert hat“, betont Engelhardt.

Tatsächlich zeigten die Tornados nach dem Trainerwechsel starke Leistungen – und hatten auch die Chance, sich für die Zwischenrunde zu qualifizieren. Aus den letzten beiden Partien gegen die Mainz Athletics hätte ein Sieg gereicht. Doch die Tornados verloren beide Duelle. Das entscheidende Spiel gewann Mainz mit 1:0. Die Tornados mussten somit in die Playdowns, in denen sie eine Bilanz von 11:1 Siegen hinlegten.

„Wir hatten das Problem mit den Pitchern gelöst, ich war äußerst zuversichtlich, dass wir es gegen Mainz packen würden – und dann machen wir im entscheidenden Spiel keinen Punkt. Unglaublich, dass wir diese Chancen nicht nutzten“, so Engelhardt.

Für die nächste Saison brauchen die Tornados wieder einen Trainer. „Ich wünsche mir immer noch einen Mann, der drei bis vier Jahre am Stück hier arbeitet und etwas entwickelt“, so Engelhardt, der betont: „Bei den Spielern haben wir das Problem nicht.“ Mit Gian Franco Rizzo sind sich die Tornados offenbar für 2019 einig geworden. Auch Fernando Escarra bleibt den Mannheimern erhalten. Nur der US-amerikanische Schlagmann Derek Romberg, der aus beruflichen Gründen zurück in seine Heimat muss und dem Engelhardt eine „starke Saison bei uns“ attestierte, wird wohl im nächsten Jahr nicht wiederkommen.

Kritik am Modus

„Die Mannschaft hatte in diesem Jahr das Potenzial für die Zwischenrunde, 2019 wollen wir wieder da hin“, sagt Engelhardt, der den Playdowns überhaupt nichts abgewinnen kann. „Dieser Modus, dass nach der regulären Saison die letzten vier Teams der Achter-Südliga eine Abstiegsrunde spielen, ist absolut langweilig. Das kostet wirklich nur Geld. Deshalb aber auch das große Lob an die Spieler: Sie haben nicht die Köpfe hängengelassen, sondern die Runde sportlich sehr seriös zu Ende gespielt.“