Ludwigshafen

Melm Kabs-Mitarbeiter befragen Anwohner am Wochenende

20 000 Tabletten gegen Tigermücken

Ludwigshafen.Zur Bekämpfung der Tigermücken in der Melm sind bereits rund 20 000 Tabletten an die Bewohner verteilt worden, zog Norbert Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) am Freitag auf Nachfrage eine Zwischenbilanz. Ob sich dadurch das Aufkommen der aggressiven Schnaken verringert hat, ist aber unklar. Deshalb befragen zwei Kabs-Mitarbeiterinnen nach Absprache mit der Stadtverwaltung am Wochenende die Haushalte im Neubaugebiet.

Dabei wollen sie unter anderem wissen, wie stark die Belästigungen sind und welche Maßnahmen ergriffen wurden, um Wasserflächen abzudecken und darin Tabletten mit dem biologischen Wirkstoff BTI zu verteilen. Denn die Tigermücken brüten bevorzugt in kleinen Wasserbehältern, wie Regentonnen oder Vasen. Der Wirkstoff BTI tötet laut Becker die Larven ab, ist aber für Menschen, andere Tiere sowie Pflanzen unbedenklich.

Anfang August hatten die Behörden in der 20 Hektar großen Melm eine starke Population an Tigermücken festgestellt. Die Kabs verteilte darauf die Tabletten mit einem Infoblatt. Zudem gaben die Ortsverwaltung in Oggersheim und der Bürgerservice im Rathaus jeweils 360 Packungen ab. Etwas weniger waren es in Mundenheim und Ruchheim.

„In diesem Jahr ist die Situation besonders schlimm“, sagte Becker mit Verweis auf andere Städte wie Heidelberg und Weinheim. Auch dort waren die aggressiven Stechmücken mit den auffallend hellen Längsstreifen am Körper aufgefallen. Die Insekten verbreiten sich seit Jahren vor allem durch die unbeabsichtigte Mitnahme in Autos, so Becker. Ein Verdachtsfall sei mittlerweile auch aus Friesenheim gemeldet worden. Dies sei aber noch nicht bestätigt, sondern müsse überprüft werden. ott

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