Ludwigshafen

Schule Stadt beantragt Förderung von 982 000 Euro

27 Projekte zu digitalem Ausbau

Archivartikel

Ludwigshafen.Um das digitale Arbeiten an den insgesamt 47 Schulen zu verbessern, verlegt die Verwaltung Kabel in den Gebäuden und richtet in mehreren Abschnitten flächendeckend ein WLAN-Netz ein. Geld dafür erhält sie teilweise aus dem „Digitalpakt Schule 2019 bis 2024“. Einen ersten Antrag über die Gesamtfördersumme von 982 000 Euro habe die Stadt gestellt, erklärte Martin Krauss vom Bereich Schulen im Schulträgerausschuss. Dies decke sich fast mit dem Betrag von einer Million Euro, der in diesem Jahr im Haushalt dafür eingeplant ist. In dem Förderantrag sind Projekte an 27 Schulen enthalten, die bereits weitgehend umgesetzt seien. Das größte Vorhaben laufe derzeit im Geschwister-Scholl-Gymnasium.

Ein weiterer Ausbau ist nach Angaben der Verwaltung unter anderem im Max-Planck-Gymnasium sowie in den fünf Grundschulen nötig. Dies sind die Albert-Schweitzer-, Karl-Kreuter-, Luitpold-, Niederfeld- sowie Goethe/Mozartschule.

In den Antrag wurde laut Krauss auch die Anschaffung von 102 interaktiven Displays aufgenommen. Damit werden unter anderem die Realschule plus am Ebertpark, die Berufsbildende Schule Wirtschaft II sowie die Alfred-Delp-, Brüder-Grimm- und Langgewann-Grundschulen bedacht. In diesem Jahr will die Verwaltung auch noch die Adolf-Diesterweg- und Anne-Frank-Realschulen plus berücksichtigen.

Für das Sofortausstattungsprogramm mit digitalen Endgeräten hat die Stadt Ende Juli einen Antrag gestellt. Nach dem Förderbescheid, den Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) Ende August übergab, kann die Verwaltung mit 4500 bis 4600 Geräten rechnen.

„3800 sind bereits bestellt, die Lieferfristen dauern aber sechs bis acht Wochen“, berichtete der Vertreter des Schuldezernats. Die ersten 1200 Tablets würden in den nächsten Tagen ausgeliefert. Die Entscheidung, welche Schüler bedacht werden, fällt die Schulleitung. „Einen Anspruch auf ein Gerät gibt es nicht“, stellte Krauss klar.

Eilentscheidung gebilligt

Für die weitere Einrichtung von WLAN-Strukturen in sieben Schulen fehlen bislang noch 300 Basisstationen, sogenannte Access Points. Weil für diese Geräte noch kein Rahmenvertrag besteht, musste die Verwaltung sie per Eilentscheidung anschaffen. Die WLAN-Access-Points werden für die Gesamtschule Oggersheim, die Anne-Frank-Realschule plus, Theodor-Heuss-Gymnasium, Geschwister-Scholl-Gymnasium, Carl-Bosch-Gymnasium, Wilhelm-von-Humboldt-Gymnasium und Max-Planck-Gymnasium angeschafft.

Ohne längere Diskussion nahm der Ausschuss dies zur Kenntnis. Gleichwohl war Monika Kleinschnitger (Grüne im Rat) nicht zufrieden. „Generell sollte der Ausbau an den Schulen schneller gehen.“

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