Ludwigshafen

Rheingönheim Ortsbeirat stimmt für Ausbau des Park-and-Ride-Angebots / Debatte über Haushalt

38 neue Stellplätze am Bahnhof

Ludwigshafen.Die Uthmannstraße in Rheingönheim soll saniert werden – eine Maßnahme, von der der Ortsbeirat gar nicht wusste, wie sich bei der Sitzung herausstellte. In der 120 Meter langen Straße im alten Ortskern sollen Kanal und Versorgungsleitungen, im Anschluss Fahrbahndecke und Gehwege erneuert werden. Die vorhandenen elf Parkplätze sollen erhalten bleiben. Die Maßnahme ist veranschlagt mit 250 000 Euro, 80 Prozent davon kommen aus dem laufenden Straßenausbauprogramm, der städtische Anteil liegt bei 50 000 Euro. Die Bauzeit ist mit zehn Monaten veranschlagt.

Die Ortsbeiräte zeigten sich erstaunt: „Die Schule leidet, die Radwege sind desolat, Bäume werden nicht nachgepflanzt. Warum muss jetzt Geld für die Uthmannstraße locker gemacht werden?“, fragte Joachim Zell (CDU). Klar ist: Das Geld aus dem Straßenausbauprogramm, das 2023 ausläuft, ist zweckgebunden und kann nur für solche Maßnahmen ausgegeben werden. Dennoch bleiben für die Ortsbeiräte viele Fragen offen, weshalb sie die Abstimmung verschoben.

Die geplante Sanierung des Gemeindehauses soll im Frühjahr mit der Trockenlegung des Kellers starten – noch sei aber offen, wie es um eine mögliche Nutzung des Dachgeschosses sowie die Barrierefreiheit stehe. „An der Fassade darf nichts gemacht werden, solange das nicht geklärt ist“, sagte Peter Niedhammer (SPD) mit Blick auf den Wunsch nach einem barrierefreien Zugang zum Gemeindesaal mittels Aufzug. Zell kritiserte: „Wir haben eine Begehung gefordert. Jetzt wird die Maßnahme im Galopp durchgepeitscht.“

Einstimmig votierten die Räte für die Erweiterung der Park-and-Ride-Plätze am Bahnhof. Die Planung sieht auf einer 1000 Quadratmeter großen Brachfläche zwischen Wöllnerstraße und Bahnanlage eine Ergänzung der 28 Parkplätze um weitere 38 vor. Dazu kommen die Verlängerung des Gehwegs sowie neue Grünanlagen und Beleuchtung. Die Kosten liegen bei 250 000 Euro. Baubeginn könnte Ende 2021 sein.

Viele Zahlen kamen an diesem Abend auf den Tisch, sah die Tagesordnung doch auch die Vorstellung der Haushaltsansätze 2021/22 vor. Geplant sind Investitionen in Rheingönheim in Höhe von 2,3 Millionen Euro in 2021 und 2,2 Millionen Euro in 2022. Die Ortsbeiräte zeigten sich enttäuscht, dass der Stadtteil keine höhere Priorität bei der Stadt genießt. Bäume, Radwege, Mozartschule – all diese Themen würden nicht berücksichtigt. 

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