Ludwigshafen

Coronavirus

39 Infizierte in Ludwigshafener Pflegeheim

Archivartikel

Ludwigshafen.Nach dem Hans-Bardens-Haus vor einigen Wochen ist nun auch im zweiten Alten- und Pflegeheim in Trägerschaft des Klinikums Ludwigshafen, dem Haus Friesenheim, das Coronavirus ausgebrochen. Wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilt, sind insgesamt 30 von 120 Bewohnern und neun von etwa 100 Mitarbeitern positiv getestet worden. Anfang vergangener Woche sei bei den regelmäßigen Screenings eine Infektion bei einer Mitarbeiterin aufgefallen. Anschließend seien alle Bewohner und Mitarbeiter ihres sowie des angrenzenden Wohnbereichs abgestrichen worden. "Am Freitagabend war dann klar, dass weitere Bewohner und Mitarbeiter in den beiden bereichen infiziert sind", so die Sprecherin.

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Daraufhin habe das Klinikum angeordnet, sämtliche Bewohner und Mitarbeiter des Hauses zu testen. Dabei seien in einem weiteren Wohnbereich Infektionen festgestellt worden. Einer von vier Wohnbereichen ist bislang noch nicht betroffen. "Wir haben bereits am Freitagabend dafür gesorgt, dass ein Kontakt der Bewohner untereinander soweit irgendmöglich unterbleibt, für das gesamte Haus ein Besuchsverbot ausgesprochen", so die Sprecherin.

Die nächste Testrunde soll am Donnerstag erfolgen. "Nach den Erfahrungen, die wir mit dem Infektionsgeschehen in den letzten Monaten machen mussten, müssen wir leider davon ausgehen, dass morgen noch weitere Infektionen hinzukommen", sagt die Sprecherin.

Den betroffenen Bewohnern und Mitarbeitern gehe es bislang gut. Sie werden engmaschig medizinisch von ihren Hausärzten betreut. "Stationäre Aufnahmen waren bis dato keine erforderlich."

Die Lage im Alten- und Pflegeheim Hans Bardens in der Gartenstadt, wo es vor einigen Wochen mehrere Infektionen und Tote gab, sei derzeit ruhig, es gebe keine Infektionen.

18 Personen in Reilinger Alten- und Pflegeeinrichtung infiziert

Auch in einer Reilinger Alten- und Pflegeeinrichtung wurden 18 Personen (14 Bewohnerinnen und Bewohner sowie vier Mitarbeitende) positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mitteilte. Die Fälle verteilen sich demnach auf drei Wohnbereiche.

Nach einer ersten Person mit Symptomen hat das Gesundheitsamt vor Ort alle Bewohnerinnen und Bewohner abgestrichen. Die Mitarbeitenden wurden teils über Hausärzte oder in Testcentern getestet. Noch sind nicht aller Ergebnisse da. Momentan bestehen dem Gesundheitsamt zufolge Aufnahmestopp und Besuchsverbot.

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