Ludwigshafen

Jugendhilfeausschuss Diskussion über Situation der Familien

430 Plätze für Ferienbetreuung

Archivartikel

Ludwigshafen.Bei der Sitzung des Jugendhilfeausschusses stand die Situation der Kitas im Mittelpunkt. Im nächsten Jahr gibt es ein neues Förderprogramm des Landes Rheinland-Pfalz, das „Sozialraumbudget“: Kitas, die von Kindern aus Familien mit besonderen Herausforderungen besucht werden, sollen zusätzliches Personal bekommen. In Ludwigshafen gibt es zwölf Kitas, die betroffen sind. Die Stadtverwaltung wird Mittel in Höhe von 1,7 Millionen Euro beantragen, die 2021 in das Sozialraumbudget überführt werden. Der Ausschuss stimmte dem Antrag zu.

Grüne und CDU wollten zudem erfahren, wie die Einrichtungen nach den Corona-Einschränkungen in den Regelbetrieb überführt werden sollen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern kann in Kitas kaum eingehalten werden kann. In der Phase, in der der Betrieb wieder hochgefahren wurde, reduzierten die Kitas daher die Gruppengrößen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können jedoch nicht eingesetzt werden, da sie zu einer Risikogruppe gehören. Nun werden pädagogische Hilfskräfte gesucht.

Viele Ausschussmitglieder bedankten sich bei den Erzieherinnen und Erziehern für ihren Einsatz. Doch bis alle Kitas wieder voll ausgelastet sind, wird es noch dauern. „Man muss schauen, wie der Pandemieverlauf ist. Wir dürfen die Erwartungen im Moment nicht so hoch stecken“, sagte Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg.

Nicht nur die Kleinsten, auch die größeren Kinder von sechs bis elf Jahren sowie deren Eltern müssen Einschränkungen hinnehmen. Denn in diesem Sommer fällt die beliebte Stadtranderholung aus, bei der an der Blies stets sommerliche Festival-Stimmung herrschte. Nun stellt die Stadt in den Sommerferien (13. Juli bis 7. August) ein Ersatz-Betreuungsangebot in den Stadtteilen auf die Beine. Vereine und Verbände wurden angesprochen und nach ihren Möglichkeiten gefragt. 430 Plätze – verteilt auf zwei zeitliche Abschnitte – sind nun verfügbar. Auch das Blies-Gelände wird genutzt, wenn auch nicht wie gewohnt. Den Teilnehmern empfiehlt die Stadtverwaltung, den aktuellen Stand auf lu4u.de zu verfolgen. 

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