Ludwigshafen

Feuerwehr Mehrfamilienhaus nach Kellerbrand in Fabrikstraße vorerst nicht bewohnbar / Acht Personen im Krankenhaus behandelt

78 Menschen aus Gebäude gerettet

Archivartikel

Ludwigshafen.Mit einem Großaufgebot waren Feuerwehr und Rettungsdienste am Samstagabend bei einem Brand im Hemshof im Einsatz. Wie die Polizei mitteilte, war der Notruf um kurz vor 20 Uhr eingegangen: Mehrere Anrufer meldeten, dass das Treppenhaus des Mehrfamilienhauses in der Fabrikstraße völlig verraucht sei.

Bewohner warten an Fenster

Als die Feuerwehr vor Ort eintraf, standen mehrere Personen an den Fenstern oder auf ihren Balkonen – wegen des Rauchs im Treppenhaus konnten sie ihre Wohnungen nicht mehr verlassen. Die Einsatzkräfte brachten daher tragbare Leitern und Drehleitern in Stellung. Gleichzeitig mussten sie den Brandherd im Keller bekämpfen.

Es gelang der Feuerwehr, alle 78 Personen, die sich im Haus befanden, zu retten – ebenso acht Vögel und eine Katze. Der Rettungsdienst und Schelleinsatzgruppen des Katastrophenschutzes versorgten die geretteten Personen. Die Rhein-Neckar-Verkehr-GmbH (RNV) stellte einen Bus zur Verfügung, in der sie zeitweise unterkommen konnten. Acht Bewohner mussten zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden, weil bei ihnen der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand. Darunter waren auch zwei Kinder.

Die Berufsfeuerwehr war am Samstagabend mit 45 Einsatzkräften und 13 Fahrzeugen vor Ort. Unterstützung leisteten die Brandbekämpfer aus Frankenthal. Die Freiwillige Feuerwehr übernahm währenddessen das Löschen von zwei anderen Bränden in der Stadt. Auch das Rote Kreuz, Malteser, Johanniter, der Arbeiter-Samariter-Bund, der DLRG, die Polizei und die Technischen Werke (TWL) waren vor Ort. Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck und Dezernentin Beate Steeg machten sich ein Bild.

Polizei ermittelt zu Ursache

Vorläufige Schätzungen ergaben der Polizei zufolge einen Schaden in fünfstelliger Höhe. Wie der Brand im Keller entstehen konnte, war am Sonntag noch nicht klar. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Der Strom im Mehrfamilienhaus wurde abgeschaltet – es ist derzeit nicht mehr bewohnbar. Für 14 Bewohner des Gebäudes, die nicht die Möglichkeit haben, bei Bekannten oder Verwandten unterzukommen, regelten die Stadt und Einheiten des Katastrophenschutzes eine Unterbringung.

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