Ludwigshafen

Ausbildung Rund 15 000 Besucher erhalten bei BASF-Erlebnistag Informationen über Berufe, Weiterbildung und chemische Prozesse

„Über Hausunfälle weiß ich nun Bescheid“

Archivartikel

Ludwigshafen.Ausstellungen über Produkte und die Unternehmensgeschichte, Expertengespräche, Chemie-Experimentallabore für Kinder und die Teilnahme an laufenden Mitarbeiterworkshops: Beim Erlebnistag im Rahmen des „Tags der offenen Tür der Chemie“ will die BASF nicht nur zeigen, wie sie produziert und woran sie forscht. Die Besucher – rund 15 000 sind gekommen – können sich auch informieren, wie das Unternehmen für Umwelt- und Brandschutz, Mitarbeitermitbestimmung im Betriebsrat und Work-Life-Balance für Mitarbeiter sorgt.

Die Ausstellungen und Vorträge im Besucherzentrum ziehen vor allem BASF-Mitarbeiter mit ihren jungen Familien an. „Am besten gefallen hat mir der Filmvortrag Risiken im Alltag“, erzählt die Tochter eines Chemikers: „Er war informativ und experimentell und trotzdem witzig gemacht. Über typische Hausunfälle weiß ich jetzt Bescheid. Öl brennt, wenn es auf der Platte zu heiß wird.“

Vitaminen auf der Spur

Kinder werkeln im Experimentallabor mit Farbindikatoren, um herauszufinden, welcher Obstsaft am meisten Vitamin C enthält. Sie erhalten beim Erlebnistag einfache Antworten auf Fragen, wie etwa darauf, warum Klebstoff klebt und Autos heute keinen Rost mehr ansetzen. Die Werkrundfahrt führt am Großreaktor der Toluol-2,4-diisocyanat-Produktionsstätte vorbei über das gesamte Chemieareal mit den 110 Produktionsbetrieben. Der Reaktor zur Herstellung des wichtigen Kunststoff-Vorprodukts ist der werkjüngste. Sie zeigt den Rheinhafen, über den wie seit den Anfängen der BASF Binnenschiffe Rohstoffe ins Werk bringen und Endprodukte abtransportieren. Heute sind es 22 am Tag. Vor dem Acethyl-Reaktor, dem Herzstück der Produktion, wird erklärt, wie sich Leichtbenzine mit Wasserdampf spalten lassen.

Im Work-Life-Balance-Zentrum können die Besucher an laufenden Mitarbeiter-Workshops und dem gängigen Fitnessangebot teilnehmen. Hier lernen Mitarbeiter die Selbstoptimierung am Arbeitsplatz. Wer schneller arbeitet, kann sich mehr Freizeit nehmen. „Wenn neben der Arbeit das Telefon klingelt oder eine eingehende eMail gecheckt wird, dann sprechen wir von Multitasking. Bei Arbeitsunterbrechungen werden Stresshormone ausgeschüttet“, erklärt Sozial- und Lebensberaterin Katja Neumann: „Im Workshop sprechen wir mit dem Team ab, wie sich Aufgaben umverteilen lassen, dass Pausen einzuhalten sind oder Türen nicht unbedingt offen stehen müssen.“ Auch die Betriebs-Kita mit den 270 Plätzen steht den Besuchern offen.

Im Betriebsratsgebäude kann man der Arbeitnehmervertretung über die Schulter blicken. Die Besucher erfahren, wie der Betriebsrat die Belegschaftsinteressen zum Vorstand kommuniziert und Vertrauenspersonen Arbeitnehmer im Arbeits-und Sozialrecht beraten.

Auch das Thema Digitalisierungsrevolution und technologischer Fortschritt kommt beim Erlebnistag nicht zu kurz: Experten erklären, wie die Forschung an Batterie-Werkstoffen die Elektromobilität verbessern kann und digitale Hilfsmittel die Produktion erleichtern.

Info: Fotostrecke unter morgenweb.de/ludwigshafen

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