Ludwigshafen

Bildung Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft verleiht „Förderpreis der Familie Wagner“

Abschlussarbeiten gewürdigt

Archivartikel

Ludwigshafen.Zwei Dinge will der „Förderpreis der Familie Wagner“ bewirken: „Erstens wollen wir hervorragende Arbeiten in die Öffentlichkeit bringen, damit sie nicht in Bibliotheken verstauben“, sagt Dieter Wagner, Vorsitzender des Hochschulrates und Ehrensenator der Ludwigshafener Hochschule. „Und zweitens“, fügt er hinzu, „wollen wir mit unserem Preis den Menschen und die Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen“. Es gehe ihm nicht nur um das reine Fachwissen.

Zum mittlerweile sechsten Mal wurden insgesamt drei Abschlussarbeiten der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft prämiert. In diesem Jahr erlangen zwei Arbeiten gleichauf den ersten Platz.

Anna-Lena Gerdons Bachelorarbeit im Fach Soziale Arbeit handelt von Demenzdörfern – Dörfern, in denen Demenzkranke eigenständig leben und beispielsweise Einkaufen gehen können. Gerdon analysiert das Für und Wider des umstrittenen Konzepts mit einer „argumentativen Schärfe“, wie die Jury hervorhebt.

Monika Dumler beschäftigt sich in ihrer Masterarbeit im Fach Internationales Marketing Management mit CO2-Emissionen im Online-Lebensmittelhandel, genauer gesagt mit den Ausstößen auf dem letzten Weg zum Verbraucher. Sie wägt CO2-Ersparnisse und Kundeninteressen wie ein enges Lieferzeitfenster gegeneinander ab und kommt zu dem Schluss, dass sich Nachhaltigkeit im Online-Lebensmittelhandel auch finanziell lohnen kann. Die Jury lobt die hohe gesellschaftliche Relevanz des Themas.

Alisa Schneider und Carolin Adam (Platz 3) haben gemeinsam im Bachelorstudiengang Gesundheitsökonomie über Humane Papillomviren (HPV), mit ihnen assoziierte Krankheiten und die Möglichkeiten einer Impfung geschrieben. Dabei zeigen sie Empfehlungen auf, wie die Impfrate gesteigert werden kann.

Und was kommt nach einer preisgekrönten Abschlussarbeit? Gerdon sagt im Gespräch mit dem „MM“: „Es ist eine schwierige Entscheidung, aber ich traue mir durch die Arbeit viel mehr zu, in die Forschung zu gehen.“ 

Zum Thema