Ludwigshafen

Hochschule Serdar Ferhad mit Preis für hervorragende Leistungen ausgezeichnet

Aktiv auch neben dem Hörsaal

Ludwigshafen.Der mit 1000 Euro dotierte Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) wurde für hervorragende Leistungen im Studium und für soziales Engagement an Serdar Ferhad vergeben, der im zweiten Master-Semester Controlling studiert. Er wuchs in seiner Heimat Bulgarien zweisprachig auf, denn die Familie hat türkische Wurzeln. Um einen Platz an der Hochschule zu bekommen, lernte er zwei Jahre lang Deutsch. „Ich habe mich für das Fach Controlling entschieden, da ich dachte, man habe mehr mit Zahlen zu tun als mit Sprache. Trotzdem war es schwer. Mein Mitbewohner hat mir sehr geholfen“, sagte Ferhad.

Die Sprache wendete er nicht nur im Studium, sondern in verschiedenen Aktivitäten an, zum Beispiel war er Semestergruppensprecher, Buddy für ausländische Studierende oder wirkte beim Kinder-Projekt „Cleverlinge²“ der SAP mit.

Zwei Kompass-Zertifikate

Neu an der Hochschule ist das KomPass-Zertifikat. „Dieses Zertifikat soll Studierenden verliehen werden, die an vielen Aktivitäten mit interkulturellem Kern teilgenommen haben. Es erfasst Leistungen, die ansonsten nicht im Lebenslauf auftauchen würden, zum Beispiel Sprachkurse, Auslandssemester, Buddy-Programm“, erklärte Kerstin Gallenstein, Leiterin Internationale Angelegenheiten. Preisträger Ferhad bekam das Zertifikat zusätzlich verliehen, ein weiteres ging an Benjamin Baumann aus Ludwigshafen, der im ersten Master-Semester Marketing studiert. „Marketing ist ein vielfältiges Fach, man hat einerseits das Wirtschaftliche, andererseits die Interaktion mit Menschen“, sagte er.

„Der Preis ist für die Hochschule etwas Besonderes, da er für Internationalität steht. Offenheit und Toleranz gehören zu unserem Leitbild “, sagte Präsident Peter Mudra. „Wir leben in herausfordernden Zeiten, da viel berichtet wird über Menschen, die zu uns gezogen sind. Falsche Informationen können die Demokratie gefährden.“ Den DAAD gibt es seit 1925, um internationale Beziehungen unter Studierenden zu pflegen. „Den Preis vergibt die HS seit mehr als 20 Jahren. Er soll den Studenten aus dem Ausland die Möglichkeit geben, einen Teil von Deutschland mit in ihre Länder zu nehmen. Wir haben schon die Erfahrung gehabt, dass Preisträger später in einem Ministerium zu finden waren“, so Gallenstein.