Ludwigshafen

Soziales Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am 15. September / Projektvertreter werben für Aktionstag und suchen Helfer

„Allein schaffen wir es nicht“

Ludwigshafen.Eine kleine Menschentraube bildet sich nach und nach vor dem großen blauen „Freiwilligentag-Würfel“ auf dem Platz der Deutschen Einheit. Den Rhein im Rücken und den Straßenverkehr vor der Nase, richten sich die Blicke auf Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). „Ludwigshafen ist die Stadt der Freiwilligen. Wir sind Spitzenreiter im Anwerben und Umsetzen von Projekten“, freut sich die Oberbürgermeisterin.

Der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar am Samstag, 15. September, ist der Startschuss für den Einsatz von hunderten Helfern. Gestern wurden einige Konzepte vorgestellt. 56 Aktionen sind nach momentanem Stand bei der Stadtverwaltung gemeldet – dafür packen 725 Helfer bei den Arbeiten mit an. Steinruck spricht von einem Projekt „von Menschen für Menschen“. Was zählt, sei das Miteinander – gerne greife man anderen unter die Arme. Nicht selten heißt es gestern Vormittag: „Von welchem Projekt sind Sie denn da?“ Die Unternehmen, Vereine, Institutionen und Bürger kommen ins Gespräch und tauschen sich aus. „Eine Vernetzung ist wichtig, um Helfer gewinnen zu können“, appelliert Roderick Haas, Projektleiter des Freiwilligentages an die Verantwortlichen.

Von Schulen, Tanzgruppen bis hin zu Umwelt- und Jugendeinrichtungen gibt es einige Vorhaben, die am 15. September angegangen werden. „Allein schaffen wir es nicht“, sagt Reimar Seid vom Comenius- Nachbarschaftszentrum. Arbeiten stehen dort überwiegend im Außenbereich an: Bänke müssen gestrichen und Grünflächen wieder auf Vordermann gebracht werden. „Wir hoffen, dass die Helfer am Freiwilligentag bei uns reinschnuppern und vielleicht auch langfristig mitmachen wollen“, wünscht sich Seid. Die IGS Edigheim arbeitet seit drei Jahren an der Umsetzung eines „grünen“ Schulhofs. Ein Beachvolleyballfeld ist bereits entstanden, der Schulgarten wird derzeit noch fertig gestellt. „Unsere Helfer schicken wir auf die Kräuterwiese. Es muss gesät, gepflanzt und gejätet werden“, verdeutlicht Marion von Brockhausen vom Förderverein der IGS.

Oberbürgermeisterin packt mit an

Geschwitzt und gearbeitet werden muss auch auf dem Hof der Schloss-Schule Oggersheim. „Bisher sind wir nur zwei Helfer, dazu gehöre auch ich“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Katharina Wirtz mit einem Schmunzeln. Seit über 40 Jahren ist die Jugendfarm Pfingstweide in Ludwigshafen um pädagogische Kinder- und Jugendarbeit bemüht. „Das Reiterstübchen muss gestrichen werden. Aber es gibt auch noch viele andere Baustellen“, verdeutlicht Gabriele Albrecht vom Förderverein der Jugendfarm die Arbeiten am Freiwilligentag. „Ich bin bei der Jugendfarm auch als Helferin dabei“, kündigt Oberbürgermeisterin Steinruck an. „Wir gehen den Außenbereich an und freuen uns über jeden der mitanpackt“, erklärt Petra Herbold vom Luzie.

Mit einem Daumen nach oben grinsen die Freiwilligen in die Kamera – auf der Brust der blauen T-Shirts prangt das Motto des Aktionstages: „Wir schaffen was“.