Ludwigshafen

Landgericht Urteil im Drogenprozess gegen 31-jährigen Ludwigshafener am 25. November

Angeklagten erwartet Therapie

Ludwigshafen.Schneller als geplant kann der Drogenprozess gegen einen 31-jährigen Ludwigshafener abgeschlossen werden. Nachdem der Angeklagte die Vorwürfe eingeräumt hat, will das Landgericht Frankenthal am 25. November ein Urteil sprechen. Für den Mann, der mit Marihuana, Amphetamin, Kokain und Ecstasy gedealt haben soll, gilt die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt als wahrscheinlich. Es wäre nicht der erste Therapieversuch für den Mann, diesmal soll er unter geschlossenen Bedingungen stattfinden. Das ist das Ergebnis des dritten Verhandlungstags.

Das Strafgesetzbuch sieht eine Regelung vor, wonach gegen einen suchtkranken Täter auch eine Maßregel verhängt werden kann. Dazu sollte eine hinreichende Aussicht auf Erfolg bestehen. Diese Frage war Gegenstand der Diskussion zwischen dem Vorsitzenden Richter Karsten Sauermilch und der forensischen Gutachterin Eva Regier-Klein. Schließlich kann das Leben des Angeklagten als klassische Drogenkarriere bezeichnet werden.

Ein erster stationärer Therapieversuch 2016 führte zu einem Rückfall sechs Monate später – und zu den nun verhandelten Straftaten. Als die Polizei im April seine Wohnung und einen Wohnwagen durchsuchte, fand sie mehrere Kilogramm Marihuana, 100 Gramm Kokain, 250 Gramm Amphetamine und 3000 Ecstasy-Tabletten. Für den Eigenkonsum hatte der Angeklagte im Cannabis-Pflanzen gezüchtet – im Schlafzimmer und auf einem Otterstädter Campingplatz. Den Großteil der Drogen habe er verkaufen wollen.

Seitdem sitzt der Mann in Haft – nicht zum ersten Mal. Mit 16 habe er erstmals Cannabis konsumiert, es folgten harte Drogen. Sein Umfeld habe ausschließlich aus Szene-Kontakten bestanden. Der Angeklagte bekundete seinen Willen, etwas zu ändern. Er wünsche sich ein geregeltes Leben und Arbeit. Zumindest dies sei positiv zu werten, so die Sachverständige. 

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