Ludwigshafen

Bildung Hochschule informiert Schüler von Abschlussklassen beim Aktionstag / Persönliche Gespräche bevorzugt

Antworten auf Fragen zum Studium

Ludwigshafen.Wer sich nach dem Abitur für ein Studium interessiert, dem brennt so manche Frage unter den Nägeln. Um Schüler in den Abschlussklassen Antworten zu liefern, hat die Hochschule Ludwigshafen gestern zum zweiten Mal einen Schulinfotag veranstaltet. Rund 150 Schüler haben sich den Campus angeschaut, sich an Ständen informiert und Broschüren besorgt oder an Workshops, etwa zu wissenschaftlichem Arbeiten, teilgenommen.

Jonas Kriesauer hatte den ersten Schulinfotag besucht - seit wenigen Tagen studiert der 21-Jährige in Ludwigshafen Marketing. "Der Tag war hilfreich", lobt er. Für Janet Cardazzone und Yeliz Kanlikilic wird es erst nächstes Jahr ernst. Die Schülerinnen haben sich einen der Vorträge angehört. "Er war interessant", sagt Cardazzone, die nach dem Abitur BWL studieren will. Kanlikilic interessiert sich für ein Lehramtsstudium. Ihr Lehrer Tim Weiler schätzt die Messe: "Ich finde sie aus Lehrersicht sehr gut." Häufig prassele auf die Schüler eine Informationswucht herab, beim Schulinfotag werde das Ganze komprimiert weitergegeben.

Orientierung stärken

Fabian Ludwig lässt sich eine Broschüre zeigen. Den 22-Jährigen interessiert Informatik. Bei Dante Lawitzke dagegen ist offen, wie es nach der Fachhochschulreife weitergeht: "Ich bin noch auf der Suche."

Ute Sahmel von der Stabsstelle Hochschulkommunikation hat die Messe mit ihren Kolleginnen Elena Wassmann und Luisa Kläger auf die Beine gestellt. Die Landesregierung möchte die Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung (BSO) stärken, erklärt Sahmel. "Das ist Pflicht für Schulen." In diesem Rahmen hat die Hochschule mehr als 100 Partnerschulen in der Region. Der Schulinfotag sei Teil der Patenschaft, so Kläger. Hauptsächlich Klassenverbände kommen an diesem Tag vorbei, aber auch Privatpersonen.

Zwar erhalten die jungen Menschen alle Informationen auch im Internet, viele ziehen dennoch Gespräche mit Studenten und Mitarbeitern der Fachbereiche vor. "Das Entscheidende ist das Face-to-Face", sagt Professor Peter Mudra, Präsident der Hochschule. Bis zu 25 Prozent mehr Bewerber gebe es aufgrund des Infotages. Doch ihm gehe es nicht darum, möglichst viele Studenten zu gewinnen. "Unser Ziel ist, dass die jungen Leute sich ergebnisoffen orientieren können."