Ludwigshafen

Sozialausschuss Dezernentin Beate Steeg (SPD) stellt aktuelle Entwicklungen vor / Nachfrage nach vergünstigtem ÖPNV-Ticket steigt monatlich

Anzahl der Asylbewerber weiter rückläufig

Ludwigshafen.Wie sie auch schon bei der vorangegangen Sitzung vortragen konnte, „setzt sich es fort, dass wir weniger Zuweisungen haben“, erklärte Sozialdezernentin Beate Steeg mit Blick auf den Sachstand im Bereich Asyl: Während im Jahr 2015 noch 1409 Menschen nach Ludwigshafen gekommen waren, sank die Zahl zuletzt auf 272 Personen im Jahr 2018. Heuer sind es bislang 164. Hauptherkunftsländer sind dem Bericht zufolge in diesem Jahr Irak, Syrien und Türkei.

„Die Weltsituation ist nach wie vor an der einen oder anderen Stelle nicht so konstant, dass wir nicht wieder möglicherweise mit anderen Dingen auch konfrontiert werden“, hatte Steeg angemerkt. Sie wies an dieser Stelle darauf hin, dass Ludwigshafen mit Beschluss bei der vergangenen Stadtratssitzung eine „sicherer Hafen“-Kommune geworden sei. Das entsprechende Anschreiben, das an die Bundesregierung gehe, sei noch in Abstimmung unter den Fraktionen.

„Weil wir wollen ja nicht nur den Beschluss fassen, dass wir es sind, sondern wir wollen auch im Zusammenhang mit den anderen Kommunen, die diesen Schritt gegangen sind, nach außen „anklopfen“, so Steeg. Zum ersten Mal, seit „wir diese Abteilung in großem Maß aufbauen mussten“, konnte Steeg im Zusammenhang mit der Abteilung Asyl zudem erfreut auf den Satz „Alle Stellen sind besetzt“ verweisen.

In einem weiteren Sachstandbericht nahm Christian Matthes vom Sozialdezernat die Entwicklung des im Januar 2016 eingeführten Sozialtickets und dessen Verkaufszahlen bis September dieses Jahres in den Blick. Seit 1. Juni 2019 kann jede berechtigte Person drei vergünstigte Mehrfachkarten – mit jeweils fünf Fahrscheinen – pro Monat erwerben. Bis zu drei Kinder unter sechs Jahren können kostenlos mitgenommen werden. Der Erwachsenentarif beträgt seit Juni fünf Euro je Mehrfachkarte, der Kindertarif jeweils 3,50 Euro „Das hat die Nachfrage deutlich steigen lassen“, so Christian Matthes.

Kulturpass vorgestellt

Im Mai waren der Berichtsvorlage zufolge noch 402 verkauft worden, im Juni 785, im September waren es 1237 gewesen. „Und die Tendenz hält an“, so Matthes. Insgesamt waren 2018 7009 Mehrfachkarten verkauft worden, bis September dieses Jahres schon 6605. Die Stadt habe die Karten im Monat September mit 9000 Euro bezuschusst, so Matthes. Insgesamt betrugen die städtischen Zuschüsse zum Sozialticket im vergangenen Jahr rund 31 400 Euro, bis September dieses Jahres etwa 45 000 Euro.

Anne-Marie Geisthardt und Eva Stengel vom Verein Kulturparkett Rhein-Neckar stellten den Kulturpass vor, der Menschen mit geringem Einkommen die kostenfreier Teilhabe am Kulturleben in der Rhein-Neckar-Region ermöglicht. Abteilungsleiterin Sandrine Reibold berichtete über die Arbeit der städtischen Betreuungsbehörde. mav

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