Ludwigshafen

Empfang Stadt begrüßt im Pfalzbau neue Bürger / Etwa 1900 Zuzüge im vergangenen Jahr

„Arbeitsweg ist nun kürzer“

Ludwigshafen.Etwa 1900 Menschen haben sich im vergangenen Jahr für einen Wohnsitz in Ludwigshafen entschieden und sind hierher gezogen. Ihren Neubürgern hat die Stadt jetzt im Pfalzbau einen großen Empfang bereitet. „Nicht nur Sie sind neu hier, auch ich bin neu im Amt“, sagte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD) scherzhaft zur Begrüßung. Das Kammerorchester des Carl-Bosch-Gymnasiums begleitete den Abend musikalisch.

„Wir kommen aus Schwetzingen und wohnen nun in der Gartenstadt. Uns gefällt es dort gut, denn alles, was wir brauchen, ist in der Nähe: gute Einkaufsmöglichkeiten, das Maudacher Bruch zum Spazierengehen und das Marienkrankenhaus zum Babyschwimmen“, sagte Diana Gillmann, die mit ihrem Mann Michael und der sieben Monate alten Tochter Emily zum Empfang gekommen war. „Ich arbeite als Qualitätsmanager bei der BASF, daher ist mein Arbeitsweg nun kürzer. In Schwetzingen waren uns die Grundstückspreise zu hoch, in der Gartenstadt sind sie in Ordnung. Emily hat übrigens schon einen Kita-Platz“, so Michael Gillmann.

Umzug wegen Liebe oder Job

Nicht nur aus beruflichen Gründen zieht es Neubürger nach Ludwigshafen. „Meine Frau ist bereits 2016 hierher gezogen, ich bin ihr gefolgt. Ursprünglich kommen wir aus Hamburg, geheiratet haben wir in Ludwigshafen“, sagte Kristin Schmidt-Sumera. „Bei mir waren es berufliche Gründe. Ich bin Diplom-Geologin und habe eine Anstellung in einem Ingenieurbüro gefunden“, fügte Janika Truumees hinzu. „Inzwischen sind wir überzeugte Ludwigshafenerinnen. Wir wohnen in Lu-Mitte und gehen gerne auf der Parkinsel mit dem Hund spazieren. Wenn wir Besuch bekommen, leihen wir uns Fahrräder aus und zeigen unseren Freunden die Stadt – die Tour geht dann zum Beispiel durch den Ebertpark und den Hemshof.“

Die Ortsvorsteher der Stadtteile waren anwesend, so dass die Neubürger die Möglichkeit hatten, das Gespräch zu suchen und Fragen zu stellen. „Ludwigshafen lebt von den einzelnen Stadtteilen“, betonte Steinruck, bevor sie auf die Stadtgeschichte einging: „Noch immer warte ich auf eine Ausgrabung, die belegt, dass Ludwigshafen die älteste Stadt in Rheinland-Pfalz ist.“

Auch auf kulturelle Angebote wie das Wilhelm-Hack-Museum und die sanierte Bibliothek sowie die Vielzahl der Sportvereine wies Steinruck hin. „Ludwigshafen haftet stets ein Etikett mit Vorurteilen an. Werfen Sie das Etikett einfach weg!“, meinte sie abschließend.