Ludwigshafen

Maudach Zusage des Denkmalschutzes steht noch aus / Friedhof mit mehr Naturnähe

Aufzug für Schloss steckt fest

Ludwigshafen.Straßen und Verkehr, Umweltschutz sowie soziale Infrastruktur sind Themen, die den Ortsbeirat Maudach wie alle anderen Stadtteile beschäftigen. Daneben aber auch Bereiche wie das Maudacher Schloss oder die Bruchfesthalle. In der jüngsten Sitzung war es der Bericht der Ortsvorsteherin Rita Augustin-Funk selbst, der die Gemüter erhitzte.

Schon im Juni 2018 war beschlossen worden, am Maudacher Schloss einen Aufzug anzubringen. Umgesetzt ist das Vorhaben indessen bisher nicht. „Wir brauchen das für eine Teilhabe aller“, erklärte die Ortsvorsteherin die Dringlichkeit erneut. Als Begründung fügte sie an, dass im zweiten Stock Hochzeiten, Konzerte oder Lesungen stattfänden. Menschen mit Behinderung hätten keine Chance daran teilzunehmen, brachte sie das Problem auf den Punkt.

Grundwasser unauffällig

Die gute Nachricht: Das Geld dafür steht bereits im Haushalt der kommenden zwei Jahre bereit. 250 000 Euro seien eingeplant. Offen sei, ob der Aufzug innen oder an der hinteren Außenfassade angebracht werden könne. Dies sei Sache des Denkmalschutzes. Die schlechte Nachricht: Die Ortsvorsteherin macht kein Geheimnis daraus, dass das Vorhaben auch noch scheitern kann – eben am Denkmalschutz.

Dafür zeigten die Fraktionen im Ortsbeirat wenig Verständnis. Das Gremium möchte nun vom Gebäudemanagement eine schnelle Lösung.

Auch das Thema Grundwassersanierung auf der ehemaligen Deponie im alten Gewerbegebiet beschäftigt die Mitglieder des Ortsbeirats nach wie vor. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Ortsbeirat die Anlagen zur Grundwasserreinigung, bestehend aus unterirdischem Schutzwall und Filteranlagen, besichtigt. Es soll verhindert werden, dass sich die diversen chemischen Elemente im Untergrund weiter ausbreiten. Nach dem Willen des Ortsbeirats sollen Messergebnisse jetzt einmal pro Jahr auf der städtischen Internetseite veröffentlicht werden. Bisher sei bei den Proben nichts Unerwartetes festgestellt worden. Auch mit dem Friedhof befassten sich die Maudacher Lokalpolitiker. So soll ein naturnaher Teil hinzukommen, um dem veränderten Zeitgeist Rechnung zu tragen.

Der Schallschutz an der Bruchfesthalle soll noch einmal überprüft werden. Auch in den Radwegebau kommt Bewegung. Im aktuellen Haushalt seien jeweils 100 000 Euro pro Jahr für die Umsetzung eines Fuß- und Radwegs entlang der K6 eingeplant. „Das ist uns eine Herzensangelegenheit“, sagte die Ortsvorsteherin. Zusammen mit allen Fraktionen hofft sie, dass die nötigen Grundstücksankäufe das Projekt jetzt nicht noch scheitern lassen.

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