Ludwigshafen

Soziales Heinrich-Böll-Gymnasium kooperiert mit Hospiz Elias

Aus loser Verbindung wird offizielle Partnerschaft

Archivartikel

Ludwigshafen.Spenden für das Hospiz Elias sammelt das Heinrich-Böll-Gymnasium bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert schon seit zwei Jahren. Diesmal gab es aber noch einen ganz besonderen Programmpunkt, denn Verantwortliche beider Einrichtungen sowie des Fördervereins Hospiz Elias verkündeten, dass es ab sofort eine offizielle Partnerschaft zwischen den Häusern geben wird.

Die Bande zwischen Schule und Hospiz sind in den vergangenen Jahren immer enger geknüpft worden. Sven Riedler, Religionslehrer und Initiator der Spendenaktion, ist von Beginn an dabei. Mit dem Friedenslicht aus Bethlehem sammelt er seit Jahren Spenden beim Weihnachtskonzert: „Gegen eine Spende konnten die Besucher ein Friedenslicht mitnehmen.“ Jedoch hatte die Sache einen Haken: Die Gelder aus der Aktion wurden nicht lokal gespendet. Das sollte sich ändern. Riedler hörte sich um und stieß auf das Elias Hospiz: „Wir fanden das Thema wichtig und wollten uns engagieren.“

Wichtige Themen für Schüler

„Wir haben uns riesig gefreut“, erinnert sich Yvonne Jendyssek an den Moment, als Riedler auf sie zukam und ihr von der Idee berichtete, die Gelder aus der Aktion dem Hospiz zukommen zu lassen. „Wir konnten den Bewohnern eine Freude machen und ihnen ein Weihnachtsgeschenk überbringen“, so die Leiterin des ambulanten Hospizdienstes. Aus der ersten Verbindung wurde mehr: Zuerst besuchten Schüler des Gymnasiums das Hospiz, dann folgten ein Gegenbesuch sowie das Engagement beim Freiwilligentag und weitere Spendenaktionen. Schule und Hospiz sind zusammengewachsen: „Das war in unserem Interesse“, so Riedler. „Leben, sterben, Trauer und Tod sind auch bei Kindern und Jugendlichen alltäglich.“

Auch auf Seiten des Hospizes war man über die vielen Aktionen des Gymnasiums erfreut: „Es ist schön, wenn junge Menschen zu Besuch im Heim sind“, sagt Jendyssek, „für die Patienten ist es eine Abwechslung im Alltag“. Den Schülern dagegen könne man die Angst nehmen. Die Idee einer offiziellen Partnerschaft kam vom Förderverein des Hospizes. In Zukunft wollen sich beide Seiten noch mehr engagieren. „Hospiz macht Schule, damit werden wir die Hospizarbeit am Tag der offenen Tür in die Schule bringen“, plant Jendyssek. Und auch Riedler ist klar, dass das Projekt weiter pädagogisch verzahnt werden muss. 

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