Ludwigshafen

Soziales Ausschuss befasst sich mit Erziehungsangebot

Berater in 1691 Fällen gefordert

Ludwigshafen.Die Erziehungsberatung im Wandel stand bei der konstituierenden Sitzung des Jugendhilfeausschusses im Mittelpunkt. Dazu stellte Bereichsleiterin Sabine Heiligenthal den Jahresbericht der städtischen Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern sowie der Ehe-, Familien- und Lebensberatung der Caritas vor. „Wir wollen Familien stärken und bestmögliche Bedingungen für das Aufwachsen von Kindern schaffen“, erklärte Heiligenthal. „So wenig wie möglich, so viel wie nötig“, laute der Ansatz.

1691 Beratungsfälle habe es im Jahr 2018 gegeben. Meist gehe es um emotionale oder schulische Probleme. Zwar lebten in der Mehrzahl der Fälle die Eltern der Kinder zusammen, dennoch sei eine Zunahme von „Patchwork-Familien“ zu beobachten. Weil inzwischen fast 40 Prozent der beratenen Familien einen Migrationshintergrund mitbringen, warf Ibrahim Yetkin (Grüne) die Frage auf, wie Betroffene tatsächlich erreicht würden. Gerade bei Kindern aus Flüchtlingsfamilien sei oft von Traumatisierungen auszugehen.

Angela Bandlitz vom Caritas-Zentrum Ludwigshafen verwies auf die gute Zusammenarbeit mit Kinderärzten und Schulsozialarbeitern. Diese hätten ein Auge für Problemlagen und stellten den Kontakt zur Erziehungsberatung her.

Vorsitzender bestätigt

Weitere Themen in der Sitzung, in der Walter Münzenberger, Geschäftsführer der Ökumenischen Fördergemeinschaft, als Vorsitzender bestätigt wurde, betrafen die finanzielle Ausstattung einzelner Einrichtungen. Das Büro Flexible Kinderbetreuung des Deutschen Kinderschutzbundes Ludwigshafen erhält ein Budget für Fortbildungen in Höhe von 9600 Euro, die Protestantische Comenius-Kindertagesstätte knapp 30 000 Euro für die Sanierung des Außengeländes. Zudem wird die Ökumenische Fördergemeinschaft die neue Kita in der Wattstraße betreiben. Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg (CDU) machte auf das Kulturprojekt „Heimat“ aufmerksam, das noch bis Oktober in Ludwigshafen Angebote für Kinder bereithält. Die Ergebnisse des Projekts werden am 20. November bei einer Vernissage im Bürgermeister-Ludwig-Reichert-Haus vorgestellt. 

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