Ludwigshafen

Ausschuss Neues Angebot ab März in Oggersheim

Bestattungen auch auf Wiese möglich

Archivartikel

Ludwigshafen.Naturnahe Bestattungsformen gewinnen immer mehr an Zuspruch. Darauf stellt sich die Verwaltung ein und bietet erstmals Bestattungen auf einer Wiese an. Das Pilotvorhaben auf dem Friedhof Oggersheim stieß gestern auf einhellige Zustimmung bei den Fraktionen im Werksausschuss Wirtschaftsbetrieb Ludwigshafen (WBL). Auf einer 8000 Quadratmeter großen Fläche, die von Bäumen gesäumt wird, sind 1300 Urnengräber und 50 Sargbestattungen vorgesehen. Die Herstellungskosten gab die Stadt mit 235 000 Euro an.

Einmütig billigte der Ausschuss auch die betreffenden Gebühren. Ein 25-jähriges Nutzungsrecht für ein naturnahes Urnengrab kostet 1631 Euro. Für den gleichen Nutzungszeitraum sind bei einer Beerdigung mit Sarg 2830 Euro zu bezahlen. Die Wiese in Oggersheim wird nach Angaben der Stadt derzeit noch „fertiggestellt“, ab März sollen Bestattungen möglich sein.

„Damit kommt die Stadt einem großen Wunsch der Bevölkerung entgegen, denn viele wollen pflegeleichte Grabarten“, lobte Udo Scheuermann (SPD) die Neuerung. Als Ziel forderte er, ein solches Angebot auf allen städtischen Friedhöfen einzurichten. Zudem verlangte die SPD ein Konzept für aufgelassene Grabflächen. „Die Stadt sollte ganze Zeilen auf Friedhöfen freibekommen, um sie neu zu nutzen.“

Manfred Schwarz (CDU) würdigte das wohnortnahe Angebot, bezeichnete es aber als grotesk, dass Findlinge nicht mehr erlaubt seien. „Es muss nicht alles super geordnet sein, es können auch verschiedene Grabarten direkt nebeneinander erlaubt werden“, meinte Andreas Hofmeister (LKR). ott