Ludwigshafen

SPD Wiedergewählter Parteichef David Guthier skizziert Wahlprogramm / Gesamter geschäftsführender Vorstand im Amt bestätigt

„Bezahlbare Wohnungen dringend nötig“

Ludwigshafen.„Wir wollen den Schwung aus der Oberbürgermeisterwahl mitnehmen und stärkste Fraktion im Stadtrat bleiben“, gab SPD-Vorsitzender David Guthier als Ziel für die Kommunalwahl 2019 aus. „Lasst uns ab morgen an die Arbeit geben, damit wir gewinnen“, fügte er hin. Mit rhythmischem Klatschen unterstützten die Delegierten der Stadtverbandskonferenz diesen Appell. Auch wenn das Wahlprogramm erst im November präsentiert werden soll, nannte Guthier dafür drei wichtige Punkte – Sicherheit, gute Mobilität und ausreichend bezahlbare Wohnungen.

Sozialquote in einzelnen Bezirken

Der Fehlbedarf an Wohnungen ist nach Ansicht des Parteichefs, der mit 97 Prozent der Stimmen wieder gewählt wurde, viel größer als bislang angenommen. „Das ist ein zentrales Thema. Wir brauchen deutlich mehr als 3000 Wohnungen.“ Daher sei eine quartierspezifische Sozialquote unumgänglich. „Dies führt zu keiner Ghettobildung, damit werden auch keine privaten Aktivitäten gehemmt“, sagte Guthier.

Auch wenn die SPD eine Verkehrswende mit einem besseren Nahverkehrsangebot und einer guten Infrastruktur für Radler fordert, könne die Stadt nicht auf leistungsfähige Hochstraßen verzichten. Beim Thema Sicherheit etwa am Berliner Platz forderte der Parteichef nicht nur eine gute Kooperation zwischen Polizei, Stadt und Deutscher Bahn. „Nötig sind vermutlich auch bauliche Veränderungen wie eine bessere Ausleuchtung.“ Generell, so zeigte sich Guthier überzeugt, sei die SPD die Kümmerer-Partei in Ludwigshafen.

Kämmerer Dieter Feid attestierte dem Vorsitzenden eine großartige Leistung in den vergangenen vier Jahren. „Er hat uns von Wahlerfolg zu Wahlerfolg geführt und viele neue Veranstaltungen wie das Oktoberfest eingeführt, die sehr gut angenommen wurden.“ Als Schlüssel zum Erfolg bezeichnete Parteivize Cornelia Luszick die Gespräche mit den Bürgern.

Geschlossenheit und Kontinuität dominierten bei den Vorstandswahlen. Mit großer Mehrheit wurde nicht nur der 28-jährige Vorsitzende von den 64 Delegierten für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Bestätigt wurden auch die 40-jährige Stellvertreterin Cornelia Luszick (59 Ja-Stimmen), Kassierer Dieter Feid (63 Ja-Stimmen), Schriftführer Christian Schreider (58 Ja-Stimmen) Internetbeauftragte Ester Czasch (49 Ja-Stimmen) in ihren Ämtern,

Einmütig verabschiedete die Konferenz einen Antrag, wonach auf den ersten 30 Plätzen der Kandidatenliste für den Stadtrat eine Frauenquote von mindestens 40 Prozent eingehalten werden muss.