Ludwigshafen

Heinrich Pesch Haus Neues Programm für Familien

„Bildung beginnt im Alltag“

Archivartikel

Der Bereich Familienbildung des Heinrich Pesch Hauses (HPH) wird ab jetzt von einem Tandem-Team geleitet, den Diplom-Pädagoginnen Kerstin Hofmann und Jana Schmitz-Hübsch. Sie sind bereits seit einigen Jahren als Referentinnen für die Familienbildung im Einsatz und treten nun im Doppel die Nachfolge von Ulrike Gentner an, der stellvertretenden Direktorin des Heinrich Pesch Hauses, die nun die Direktion Bildung übernehmen wird.

„Der Bereich Familienbildung bietet konkrete Unterstützung für alle Familien, ob klassisch, alleinerziehend oder Regenbogen. Es gibt zum Beispiel Kinderferienprogramme, Fachtagungen und verschiedene Projekte. Das alles war in den vergangenen Jahren sehr fruchtbar, und so ist die Familienbildung zu einem echten Aushängeschild unseres Hauses geworden“, sagte Pater Johann Spermann, Direktor des HPH.

Einwöchiges Ferienprogramm

„Der Ort, an dem Bildung stattfindet, ist die Familie. Bildung beginnt im Alltag, bei einfachen Dingen wie der Fahrt zum Kindergarten oder dem gemeinsamen Abendessen. Die Familie ist ein Übungsfeld, wo sich das Selbstbewusstsein bildet“, sagte Gentner.

Das HPH startet ein halbjährliches Bildungsprogramm mit Angeboten für Familien und Fachkräften. Auch ein Angebot für Kinder, die keinen Kita-Platz bekommen haben, gibt es. Für die Kita-ähnliche Gruppe wurden zwei pädagogische Fachkräfte eingestellt. Jana Schmitz-Hübsch ist zuständig für den Kurs mit dem Titel: „Von Mäusen und Moneten – Alles rund ums Geld.“ „Bei dieser Veranstaltung bekommen Eltern Tipps, wie sie mit dem Thema Taschengeld umgehen sollen“, sagte die 31-Jährige aus Mannheim, die auch das „Kreativland“, so der Name des jeweils einwöchigen Ferienprogramms, leiten wird.

„Innerhalb unseres Bereiches wird es noch einen ganz speziellen Bereich für Kinder im Alter von null bis drei Jahren geben, den wir fambili genannt haben, quasi eine Verkleinerungsform von Familienbildung“, sagte Hofmann. Die 43-Jährige aus Hochstadt bei Landau kann ihre persönlichen Erfahrungen einbringen, sie ist Mutter von drei Jungen. „Zu fambili gehört das Prager Eltern-Kind-Programm PEKiP, das die frühkindliche Entwicklung im Baby-Alter fördern soll. Für die älteren Kinder gibt es die Tanz-Minis, und für Eltern einen Info-Vormittag zum Thema Schlafen“, sagte Hofmann.

„Zur Erweiterung des Programms wurden acht Fachkräfte eingestellt, an Honorarkräften für die Kurse werden ebenfalls neue Leute im Einsatz sein“, so Gentner. Bei einem Fest am Sonntag wird das neue Programm im Bereich Familienbildung vorgestellt.