Ludwigshafen

Halberg-Areal Vorhaben mit 550 Wohnungen ab Sommer 2021

Bisher keine Einwände gegen Großbauprojekt in Ludwigshafen

Ludwigshafen.Das ist schon sehr ungewöhnlich: Kein einziger Anwohner hat sich über das Großprojekt beschwert, kein Träger öffentlicher Belange hat Einwände erhoben. „Bei der Offenlage des Vorhabens mit 550 Wohnungen auf dem ehemaligen Halberg-Gelände sind keine Bedenken eingegangen“, berichtete Stadtplaner Jürgen Trojan im Ortsbeirat Südliche Innenstadt und sprach von einem bemerkenswerten Ergebnis. Auf dem 2,5 Hektar großen Gelände an der Rheinallee will der Investor GeRoEstate AG (Bellheim) in zumeist sechsstöckigen Gebäuden Ein- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen errichten. Der Baubeginn ist nach Trojans Angaben im zweiten Halbjahr 2021 vorgesehen.

Neue Kita auf Parkinsel

„Das ist das unproblematischste Großprojekt im Stadtteil“, merkte Jens Brückner (Grüne) an – auch mit Blick auf Proteste gegen die Bebauung auf dem Pfalzwerke-Areal. Als erfreulich bezeichnete er die vielfältige Nutzung etwa mit Studentenwohnungen und betreutem Wohnen. Zudem sei von Anfang an eine Kindertagesstätte vorgesehen. Ortsvorsteher Christoph Heller (CDU) erklärte, dass eine Kita mit drei Gruppen geplant werde. „Weil auch Zweijährige betreut werden, gibt es insgesamt 60 Plätze.“

„Während der Bauphase sind sicherlich Einschränkungen auf der Rheinallee zu erwarten, aber keine größeren als bei anderen Wohnprojekten in dem Gebiet“, erklärte Trojan auf CDU-Nachfrage. Welcher Bauabschnitt zuerst drankomme, sei nicht bekannt, wahrscheinlich der Abschnitt an der Roonstraße.

Eine weitere Kita mit drei Gruppen soll auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr auf der Parkinsel entstehen, kündigte Abteilungsleiter Joachim Kazik an. Nach der Verlagerung der Rettungseinheit nach Maudach könne die Fläche anders genutzt werden. Ab 2022 soll die Kita in Betrieb gehen, so seine Prognose.

Insgesamt 26 Millionen Euro will die Verwaltung in den nächsten beiden Jahren in den Stadtteilen Süd und Mitte investieren. Für Diskussionen sorgte ein Haushaltsansatz von 420 000 Euro für die Öffnung des Posttunnels von der Ernst-Boehe-Straße zum Hauptbahnhof. Dies gilt mittlerweile als wenig realistisch, weil der Tunnel laut Verwaltung für Fußgänger und Radler zu schmal ist. Das Geld, so der einhellige Wunsch des Ortsbeirates, sollte deshalb für eine andere Verbindung, etwa eine Brücke zum Hauptbahnhof, genutzt werden, von der der Stadtteil Süd ebenfalls profitiere.

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