Ludwigshafen

Halberg-Gelände Fraktionen stimmen Entwicklungsplänen zu

„Brauchen guten Mix“

Ludwigshafen.Die Pläne für das neue Wohnviertel auf dem ehemaligen Halberg-Gelände in Süd können weiter vorangetrieben werden. Einstimmig haben die Fraktionen im Stadtrat am Montag den Einleitungsbeschluss zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes auf den Weg gebracht. Wie berichtet, wollen die GeRo Real Estate (Bellheim) und Aberdeen Standard (Frankfurt) dort bis 2028 stufenweise 550 Wohnungen errichten. Auch eine Kita ist angedacht.

David Guthier (SPD) betonte, dass im weiteren Planungsverlauf über eine Sozialquote nachgedacht werden müsse, um bezahlbaren Wohnraum anzubieten. Gleiches forderten Rainer Metz (FWG) und Liborio Ciccarello (Linke). Peter Uebel (CDU) erklärte, dass sich auch die Christdemokraten ein durchmischtes Quartier wünschen. „Wir brauchen einen guten Mix“, sagte er. Auch Andreas Hofmeister (LKR) sprach von einem Viertel, das nicht nur für Menschen mit gehobenen Einkommen bezahlbar sein soll. Architekt Stefan Forster betonte, dass sich durch die dichte Bebauung und die unterschiedlichen Wohnungsgrößen ganz von allein eine Durchmischung ergeben werde. „Eine Sozialquote muss es vielleicht nicht gleich sein. Aber ich kann Sie beruhigen, was die Preise angeht“, versicherte er.

Schulstandort noch offen

Eine Idee der Grünen-Stadträtin Heike Heß, die Industriehallen am Standort zu erhalten und zur Wohnnutzung umzubauen, bezeichnete Forster als „völlig utopisch“. Die Wände seien zu dünn und mit Stahl durchzogen, was eine Kältebrücke erzeuge. Zudem würden sich Altlasten in den Anlagen befinden. „Der Umbau wäre um ein Vielfaches teurer als der Abriss“, erklärte er.

Keine konkreten Neuigkeiten konnte Bürgermeisterin Cornelia Reifenberg (CDU) zum Thema Schulentwicklung im Stadtteil Süd liefern. Ein Prüfauftrag von SPD und CDU sei noch nicht vollends abgearbeitet. „Wir werden den akuten Raumbedarf der Brüder-Grimm-Schule und der angrenzenden Berufsschule sicherstellen“, betonte sie aber. Was Flächen für einen Neubau im Stadtteil angehe, werde sie bald umfassendere Ergebnisse präsentieren können. „Die Standortfragen sind weit fortgeschritten.“ jei