Ludwigshafen

Gesundheit BG-Unfallklinik feiert 50-jähriges Bestehen / Festakt mit Landesvertretern im Pfalzbau

Breites Lob für Spitzenmedizin

Archivartikel

Ludwigshafen.„Das ist eine beeindruckende Leistung von einer regionalen Unfallklinik zu einer der größten Traumazentren in Deutschland und zu einer der größten Kliniken für Plastische Chirurgie in Europa“, würdigte Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) gestern Abend die Entwicklung der BG-Unfallklinik in den vergangenen 50 Jahren. Von dieser Spitzenmedizin profitiere die gesamte Bevölkerung, ergänzte er bei der Feier im Pfalzbau vor 250 Gästen. Die Patienten seien in Oggersheim in den allerbesten Händen. Die Versorgung in der Unfallklinik bezeichnete Hering als fast ideal.

Pläne zur Erweiterung

Auch der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Gesundheitsministerium, Alexander Wilhelm, sparte nicht mit Lob. Die Klinik sei innovativ und leiste Hervorragendes – auch bei der sehr anspruchsvollen Versorgung von Schwerbrandverletzten und Querschnittsgelähmten. „Wir sind stolz auf die Unfallklinik, die mit dem Namen Ludwigshafen verbunden ist“, ergänzte Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck. Die Einrichtung sei einst am Rande der Stadt angesiedelt gewesen, mittlerweile aber untrennbar mit Ludwigshafen verbunden.

„Die Abteilung für Querschnittsgelähmte wird im nächsten Jahr erneuert und erweitert“, kündigte der Ärztliche Direktor Paul Alfred Grützner an. Die Zahl der Plätze werde dabei von 28 auf 40 steigen. Als weitere Ziele nannte er den Ausbau der Kapazitäten im OP-Bereich sowie der Überwachungsmöglichkeiten auf den Intensivstationen. Zudem soll der Bereich der Rehabilitation vergrößert werden. „Alle diese Maßnahmen sind mittelfristig vorgesehen“, sagte Grützner.

In der Unfallklinik mit 550 Betten werden jährlich knapp 13 500 Patienten stationär und fast 30 000 ambulant behandelt. Versorgt wurden in früheren Jahren etwa die Schwerstverletzten nach der Katastrophe bei der Flugschau in Ramstein oder der Formel 1-Rennfahrer Niki Lauda nach dessen Unfall auf dem Nürburgring.

Bei einem Tag der offenen Tür am heutigen Samstag können sich die Besucher von 11 bis 16 Uhr nicht nur über medizinische Themen wie Mikrochirurgie oder Rehabilitation informieren. Ex-Profiboxer Axel Schulz zeigt gegen 13 Uhr, wie einfach die lebensrettende Soforthilfe bei Herzstillstand sein kann. Auf dem Gelände an der Ludwig-Guttmann-Straße ist auch ein Blick in Bereiche möglich, die sonst nicht zu sehen sind. Neben dem Rettungshubschrauber und Rettungsfahrzeugen können die Gäste den Turbolöscher der BASF besichtigen.

Für den Hubschrauber Christoph 5, der seit 45 Jahren in Oggersheim stationiert ist, wird der Neubau eines Hangars offiziell in Betrieb genommen. Musik und eine Mitmachaktion in der Themenwelt Helden zählen ebenso zum Programm wie Aktionen für Kinder. Da die Parkplätze am Klinikgelände begrenzt sind, werden die Besucher gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die Haltestelle der Linie 4 ist in unmittelbarer Nähe.