Ludwigshafen

Konzert Mädchen und Jungen der Musikschule zeigen beim Kiwanis-Wettbewerb, wie gut sie ihre Instrumente beherrschen

Bühne gehört dem Nachwuchs

Archivartikel

Ludwigshafen.Im Kammermusiksaal der Städtischen Musikschule haben junge Musiker ihr Können gezeigt: Dort fand wieder der Kiwanis-Wettbewerb statt. Auf der Bühne durften die Mädchen und Jungen beweisen, welche Fortschritte sie auf ihren Instrumenten gemacht haben.

„Die Vorgaben für das Programm sind dieselben wie bei Jugend musiziert“, erklärte Musiklehrerin Bine Stoll. So müsse man zum Beispiel langsame wie auch schnellere Stücke spielen. „Es zählt auch der Altersdurchschnitt, das wird umgerechnet auf ein gemeinsames Geburtsdatum.“ Früher sei dieses System eine umständliche Berechnung gewesen, durch die Unterstützung des Internets habe sich das Bewertungsverfahren jedoch vereinfacht.

Glücksbringer am Notenständer

Dem diesjährigen Wettbewerb saß zur fachkundigen Beurteilung eine dreiköpfige, rein weibliche Jury vor, die konzentriert den vielfältigen Darbietungen lauschte und sich Notizen machte. „Obwohl es ja keine Stoppuhr oder Ähnliches gibt, mit der man das bemessen könnte“, erläuterte Lehrerin Bine Stoll die Schwierigkeit, künstlerische Qualität treffend bewerten zu können.

Auf der Bühne eröffnete das Blockflöten-Quartett – bestehend aus den Schülerinnen Annika Allwißner, Merle Armbruster, Anabelle Germeyer und Sarah Loos – mit „Der Herbst“ von Vivaldi, der „Ganztonleiteretüde“ und einem Tango von Jacob Bürthel sowie einem von Dozentin Bine Stoll komponierten Werk namens „Boogie aus China“. Mit durchgedrücktem Rücken und gerader Haltung saßen die Mädchen auf ihren Stühlen. Als kleine Glücksbringer hingen rote Weihnachtsmänner an den Notenständern.

Anschließend spielte ein Blockflöten-Trio (Anna Wenzel, Emilia Wies und Julie Bathier) die Stücke „Ah, Robin, gentle Robin“ von William Cornish, „Marsch des Prinzen von Oranien“ eines unbekannten Verfassers aus dem 18. Jahrhundert, „Putta Nera Ballo Furlano“ von Pierre Phalèse sowie drei Sätze aus dem Werk „10 Spielstücke für drei Blockflöten“ des Komponisten Jacob Bürthel. Zwischendurch wechselte das Dreigespann mehrmals die Stühle, um für den Klang eine neue Konstellation zu bilden.

„Ich bin sehr erfreut, dass der Kiwanis-Club Mannheim-Ludwigshafen diesen Wettbewerb seit fast 20 Jahren auslobt und finanziell unterstützt“, betonte Bine Stoll. Der Wettbewerb wird von der Städtischen Musikschule und der Musikschule des Rhein-Pfalz-Kreises organisiert.

Unter den Jungtalenten befand sich Cellospielerin Anna Amalia Vill. „Durch die Musikschultage bin ich zum Violoncello gekommen, das ich seit fünf Jahren spiele“, erzählte Anna Amalia Vill während der Pause, in der sich die dreiköpfige Jury zur Besprechung zurückzog. „Das Cello hat einen schönen Klang. Ansonsten betreibe ich als Hobby noch Leichtathletik“, erzählte die Zwölfjährige, die genauso heißt wie die weltberühmte herzogliche Bibliothek im thüringischen Weimar. Darüber hinaus traten noch ein Querflöten-Quartett, ein Trio für Blockflöte und Cello, ein Querflöten-Trio, ein Posaunen-Trio, ein Streicher-Trio und ein Gitarren-Quartett auf.