Ludwigshafen

Rheingönheim Fraktionen sind sich weiterhin uneinig über Pläne für die Ortsentwicklung

Bürgerinitiative gegen Neubaugebiet

Archivartikel

Ludwigshafen.Die Parteien sind sich über die Pläne eines Neubaugebiets „Im Kappes“ im Stadtteil Rheingönheim weiterhin uneinig. Der Streit um die Erschließung von neuem Wohnraum schwelt dabei nicht nur auf politischer Ebene: In Rheingönheim hat sich seit Kurzem eine Bürgerinitiative zusammengeschlossen, die sich gegen das Neubaugebiet ausspricht. Sie organisiert sich über soziale Netzwerke – auf Facebook zählt die Initiative bereits 117 Mitglieder.

Grünflächen erhalten

Die Gruppe fordert, Grünflächen in Rheingönheim zu erhalten und weitere Blumen- und Wiesenflächen zu erschließen. Die Bürgerinitiative startete am vergangenen Samstag eine Aktion unter dem Motto „Lasst der Stadt ein Licht aufgehen“. Mit Taschenlampen zog die Gruppe über die Feldwege, wo rund 200 Wohnungen entstehen sollen. Der Bürgerinitiative positiv gegenüberstehen CDU und FWG, die in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung vom Donnerstag die Aktion vom Wochenende und den Einsatz der Bürger in Rheingönheim als „Vorstellung von gelebter Demokratie“ beschreiben. Im Ortsbeirat sprachen sich CDU und FWG zuletzt gegen das Neubaugebiet „Im Kappes“ aus, während SPD und FDP das Projekt der Stadtverwaltung vorantreiben wollen.

Schon seit einigen Jahren plant die Stadt, der steigenden Nachfrage nach Wohnraum nachzukommen – hierzu soll in Rheingönheim das Neubaugebiet „Im Kappes“ entstehen. Auf zehn Hektar Fläche zwischen Riedlangstraße, verlängerter Hauptstraße, B 44 und Riedlanggraben plant die Stadt den Bau von Wohnungen. Der Ortsbeirat kippte Ende Juni mit den Stimmen von CDU und FWG das Projekt.

Die Fraktionen liefern sich weiterhin eine hitzige Debatte. CDU und FWG betonen die Forderung nach einer nachhaltigen Innenentwicklung: Anstatt der Erschließung von neuem Wohnraum sehen sie den Bedarf im Ausbau von Kitaplätzen, der medizinischen Grundversorgung und dem Bau einer Grundschule. Sichergestellt werden soll, „dass unser grüner Süden auch grün bleibt“, heißt es in der Pressemitteilung von CDU und FWG.

Die SPD und FDP sprechen sich hingegen für das Neubaugebiet aus. Die Sozialdemokraten wollen dabei Wohnraum für Jung und Alt schaffen. Außerdem weisen sie darauf hin, dass das geplante Neubaugebiet „Im Kappes“ bereits seit 20 Jahren als Wohnbebauung im Flächennutzungsplan der Stadt ausgewiesen sei. Für die dadurch verlorenen Ackerflächen solle Ersatz geschaffen werden.

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