Ludwigshafen

Diesel-Beschlüsse Grüne kritisieren auch Dillinger

„Bund lässt Städte allein“

Archivartikel

Ludwigshafen.„Der sogenannte Dieselkompromiss der Bundesregierung ist ein erneuter Kniefall vor der Autoindustrie und lässt die meisten betroffenen Städte allein“, kritisiert Grünen-Fraktionsvorsitzender Hans-Uwe Daumann die Entscheidungen. Völlig absurd sei die Willkür, mit der der Bund Städte definiert, deren Bewohner wenigstens einen Teil des Schadens ersetzt bekommen sollen. Zudem kritisiert die Fraktion den Baudezernenten Klaus Dillinger (CDU). Ihm gehe es vorrangig darum, die Messwerte in der Heinigstraße unter den Grenzwert zu drücken. „Durch den Trick, den Verkehr in die Lorientallee an der Messstelle vorbei umzuleiten, wird dieser aber nicht weniger.“ Die Verengung der Heinigstraße auf eine Fahrspur und die Ausweisung einer Radspur sei zwar im Sinne der Anwohner, löse das Problem aber nicht.

Dillinger begrüßt indes, dass die Bundesregierung einen Weg gefunden habe, die Autoindustrie in die Problemlösung einzubinden. „Sollte es Förderungen zur Nachrüstung des städtischen Fuhrparks geben, werden wir es sicher umsetzen.“ ott