Ludwigshafen

Oppau Neuerungen bei der 428. Kerwe / Verzicht auf den Bürgersaal

Buttons kommen gut an

Archivartikel

Ludwigshafen.„Das macht stolz“, sagt die Mutter von Alina Fabian, als sie die ersten Buttons der Oppauer Kerwe in Empfang nimmt: Die sechsjährige Alina hatte das beste Design entworfen. Luftballons, Festbuden und Autoscooter zieren die Anstecker, die erstmalig für die Kerwe hergestellt und verkauft wurden. „Wir hatten alle Kindertagessstätten in Oppau, Edigheim und Pfingstweide angeschrieben, doch nur zwei haben sich gemeldet“, berichtete Organisator Hubert V. Eisenhauer. Dennoch hatte die Jury viel zu tun, um den besten Button auszuwählen. 340 Anstecker haben die Oppauer produziert, und schon bei der inoffiziellen Eröffnung am Freitagabend sorgten diese für viel Zuspruch.

Eisenhauer zieht sich zurück

Das war nicht die einzige Veränderung bei der 428. Kerwe: Erstmals fand die inoffizielle Eröffnung nicht wie früher im Bürgersaal statt, sondern auf dem Festplatz: „Der Saal ist uns zu teuer geworden, weil immer weniger Leute kamen“, sagte Eisenhauer. Der kleine Festumzug startete zwar mit Sarg, dem „Bierschof von Elster vom Orden der Oppauer Dampnudelbrüder“ und Fahnenmast sowie den Obbarer Kerwebuben und Kerwemädels vom Bürgerhaus, doch gemeinsam gefeiert wurde auf dem Festplatz.

Es war der voraussichtlich letzte Umzug und die letzte Kerwe-Eröffnung unter der Regie von Eisenhauer: „Seit 15 Jahren bin ich jetzt schon Vorsitzender, ich werde das nicht mehr machen“, sagte der Chef der Arbeitsgemeinschaft der Vereine. Zuversichtlich zeigte er sich aber, einen neuen Organisator der Kerwe zu finden, auch wenn es schwierig sei, jemanden zu gewinnen, der das machen könnte: „Ich habe das dem Verein schon gesagt und die werden sicher jemanden finden für die Traditionsveranstaltung.“

Und so zogen die Lumpen, Stumpen rauchend und aus Humpen saufend, durch die Oppauer Innenstadt unter Polizeischutz zum Kerweplatz. „Ich hab das früher belacht, doch wer es noch nicht gemacht hat, der hat was verpasst“, kommentierte der neue Oppauer Ortsvorsteher Frank Meier (SPD) seinen ersten Umzug. Eine „schöne, trockene und friedliche Kerwe“ wünschte Eisenhauer in seiner Begrüßungsrede. Doch mit dem Wetter sah es schon am ersten Tag eher durchwachsen aus: Kurz vor der offiziellen Eröffnung setzte langanhaltender Regnen ein. Doch das hielt die Oppauer nicht von ihrer Kerwe ab. Tags darauf sorgten wieder Sonnenschein und wenige Wolken für das ersehnte Wetter. Zum Kerweende am Dienstagabend wurde die Fahne mit Trommelwirbel und Fackelbegleitung eingeholt und in den Sarg gebettet. 

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