Ludwigshafen

Soziales Fachtagung mit Ministerin Stefanie Hubig

Debatte über Gedenkarbeit

Archivartikel

Ludwigshafen.Der Verein Ludwigshafen setzt Stolpersteine richtet eine gedenkpädagogische Fachtagung am Donnerstag, 27. September, 12.30 Uhr, im Ernst-Bloch-Zentrum (Walzmühlestraße 63) aus. Dabei geht es um eine Gedenkarbeit in Schulen, um dem wachsenden Rassismus und Nationalismus zu begegnen, sagt Sprecherin Monika Kleinschnitger. Die rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig debattiert mit dem Leiter der KZ Gedenkstätte Flossenbürg, Jörg Skriebeleit, über die Frage, ob ein Gedenkstättenbesuch für Schüler in Rheinland-Pfalz Pflicht sein sollte. Neben Referaten über neue Formen des Gedenkens im Web und Workshops steht das Thema Zeichen gegen Antisemitismus auf dem Programm. Daran beteiligen sich Dieter Burgard, Antisemitismusbeauftragter in Rheinland-Pfalz, und Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums Frankfurt.

KZ-Überlebende berichtet

Im Nebenraum wird unter anderem ein Film über Ursula Michel gezeigt, die als 15-Jährige 1939 mit einem der letzten Kindertransporte von Mannheim nach London den NS-Schergen entgehen konnte. Ihre Familie wurde hingegen ermordet. Zudem wird das Schicksal von Max Diamant erläutert, der als Fluchthelfer in der NS-Zeit vielen das Leben rettete. Um 19 Uhr beginnt eine Lesung der 92-jährigen, gebürtigen Breslauerin Anita Lasker-Wallfisch, die das KZ Auschwitz als Cellistin im dortigen Mädchenorchester überlebte.

Um eine Anmeldung zur Tagung wird per E-Mail an wilhelm@medienundbildung.com gebeten. ott