Ludwigshafen

Rheingönheim Förderverein des Wildparks lädt an zwei Nachmittagen zur Ostereiersuche ein

Dem Hasen auf der Spur

Archivartikel

Ludwigshafen.Bei aller tierischen Vielfalt, die im Wildpark Rheingönheim anzutreffen ist: Ob sich auch der Osterhase höchstpersönlich an diesem Nachmittag in Augenschein nehmen lassen wird, bleibt einstweilen ein Geheimnis. Seine charakteristischen Spuren hat er allerdings hinterlassen – man muss nur genauer hinsehen, um sie zu entdecken.

Genau das tun die Kinder auch, die zur diesjährigen Ostereiersuche des Fördervereins Wildpark Ludwigshafen-Rheingönheim gekommen sind: Kaum hat dessen Vorsitzender Wilhelm Wißmann die Zauntür geöffnet, vor der zahlreiche Familien schon auf das Startsignal warten, da stieben die Kleinen auf das Spielgelände hinter dem Haus der Naturpädagogik. Rasch werden die in kräftigem Rot, Blau, Gelb oder Grün durchs Unterholz schimmernden, hinter Büschen oder zwischen Blattwerk verborgenen Eier ausgemacht und eingesammelt.

Tradition seit 2005

Ein Junge hat seinen Fahrradhelm kurzerhand in ein Transport-Osternest verwandelt, und auch Leon kann stolz auf fünf bunte Fundstücke verweisen. War es denn schwer, die aufzustöbern? „Hm, nö“, überlegt er, „mittel so.“ Allerdings ist der Junge – selbst wenn er erst sechs Jahre zählt – auch schon ein „alter Hase“ in Sachen Ostereiersuche: Die vergangenen drei Jahre sei er bei der Aktion dabei gewesen, verrät seine Mutter, Ursula Felleisen. „Schön, dass es gemacht wird“, urteilt die Edigheimerin über die zweitägige und je zweistündige Osterveranstaltung. „Und es ist auch, wie gesagt jedes Jahr, Tradition – entweder gehen wir am Sonntag oder Montag.“

Für die Tradition zeichnet der Förderverein verantwortlich, der die Ostereiersuche seit seiner Gründung im Jahr 2005 ausrichtet. Insgesamt warten am Ostersonntag und -montag mindestens 1200 Eier auf die Kinder. Genauer gesagt: Gesucht werden zunächst Ostereier aus Kunststoff, die dann gegen echte eingetauscht werden – maximal fünf Stück pro Kind werden ausgegeben. Für die Teilnahme an der Aktion ist lediglich der Park-Eintritt zu entrichten, vor dem Such-Areal steht zudem eine Spendenkasse.

In der Regel sei ist das Osterei-Kontingent am Ende der zweitägigen Veranstaltung ausgeschöpft, berichtet Wilhelm Wißmann. Sollten welche übrigbleiben, würden diese an der Wildpark-Kasse, an Kindergärten oder das Betreute Wohnen in Rheingönheimer Heinrich-Wälker-Haus verteilt. Mit der Aktion macht der Förderverein zugleich in eigener Sache auf sich aufmerksam: Neue Mitglieder, insbesondere auch, wenn sie ihre tatkräftige Hilfe einbringen wollen, sind willkommen.

Eine kleine Hilfe hat auch siebenjährige Helena bei ihrer Ostereiersuche: „Drei habe ich gefunden, das andere meine Mama“, erklärt sie. Daheim sei der Osterhase auch gekommen, verrät das Mädchen, das mit seinen Eltern Nadine und Kai Gronau aus Altrip in den Wildpark gekommen ist. „Aber der bringt mir keine Eier. Aber Geschenke“, lacht sie. „Für die Kinder, denke ich, ist es ein schöner Spaß“, meint Nadine Gronau. „Und danach kann man noch eine Runde durch den Park drehen und den Ostersonntag gemütlich ausklingen lassen.“ Futter für die Tiere hat die Familie auch besorgt – somit dürfen sich auch die Parkbewohner über ein Ostergeschenk freuen.