Ludwigshafen

BASF Projekte des Kulturförderprogramms „Tor 4“ bei Präsentation im „Freischwimmer“ vorgestellt

Der Freiheit auf der Spur

Archivartikel

Ludwigshafen.„Wie geht Freiheit wirklich“. Diese Worte erhoben sich in einem wirbelnden Stimmgewirr, als dessen Zentrum und Urheber Armin Chodzinski auszumachen war: Der Dozent, Künstler, Autor und künstlerischer Leiter des BASF-Förderprogramms „Tor 4“ setzte sich bei seinem Auftritt in Musik und Wort mit der Freiheitsfrage auseinander. Dabei wurde er von den Instrumentalisten Gerd Bauder, Janosch Pangritz und Klaus Gasteiger sowie acht Chorsängerinnen begleitet.

„Wie geht Freiheit wirklich“ lautet auch das Thema der zweiten Runde des BASF-Förderprogramms „Tor 4“, dessen Projekte zuvor bei einer Präsentation in den Räumen des „Freischwimmer“ im ehemaligen Hallenbad Nord vorgestellt worden waren. Auch dieses Mal stellt das Chemieunternehmen insgesamt 500 000 Euro für 14 von einer Jury ausgewählte Kulturprojekte in der Metropolregion Rhein-Neckar zur Verfügung. Sie finden alle zwischen Januar und Juni 2020 statt – und schlagen einen Bogen zwischen Musik, Tanz und Theater. Dabei sollen sie Denkräume öffnen sowie zu Diskussion und Austausch anregen.

„Wir sind Teil der Gesellschaft, der Stadtgesellschaft hier in der Metropolregion Rhein-Neckar“, sagte Uwe Liebelt, BASF-Werksleiter und Schirmherr von „Tor 4“, zu den Beweggründen des Förderprogramms. „Mit unserem gesellschaftlichen Engagement wollen wir dazu beitragen, die Lebensqualität der Menschen in der Region zu verbessern“, so Liebelt. „Das machen wir in den Bereichen Kultur, Soziales, Bildung und Teilhabe, das machen wir seit Jahrzehnten.“ Aber bis zu „Tor 4“ habe gegolten: „Wir waren Förderer, aber wir waren nie Teil von Kunst. Aber das ist genau, was wird jetzt versuchen wollen – ein kleiner Teil von Kunst zu werden, indem wir uns viel weiter öffnen.“

Fünf Projekte in Ludwigshafen

Bei der von Karin Heyl, Leiterin Gesellschaftliches Engagement der BASF, moderierten Eröffnung hielt Philosophieprofessor Magnus Schlette einen themenbezogenen Vortrag. Anschließend konnten sich die Teilnehmer in einer Art Informations-„Speed-Dating“ die einzelnen Projekte erläutern zu lassen. So wird in Ludwigshafen das Kulturzentrum „dasHaus“ beim „(F)empower Fest“ zum Ort der Begegnung und des Austauschs über die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Frauen in der Stadt am Rhein. Für „Das Problem der Freiheit ist ihre Vieldeutigkeit – Wir müssen reden!“ verbinden das Improvisationstheaters „Wer, wenn nicht 4“ und das Ernst-Bloch-Zentrum ein Zitat des Philosophen Bloch mit dem Aufruf zum Gespräch. Bei der „Kauzeitverlängerung“ installiert das Künstlerduo „illig & illig“ mit Unterstützung des Vereins Kultur Rhein-Neckar einen „Projektraum für Grundlagenforschung“ im Stadtraum. Bei „LU*ludens – ein performatives Denkspiel“ fragt die Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft, wie sich Demokratie weiterentwickeln kann. Für „Das Abenteuer im Walde“ schreibt die Komponistin Birke J. Bertelsmeier im Auftrag der BASF zudem ein Musiktheaterstück für Kinder.

Neun weitere Projekte werden von verschiedenen Akteuren aus Mannheim – darunter etwa das Nationaltheater – Heidelberg, Bad Dürkheim und Mörlenbach entwickelt.

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