Ludwigshafen

Kultur Konzerte, Theater und Mitmachangebote von 17. bis 24. Juni auf der Parkinsel / Neuauflage nach sechs Jahren Pause

Der Inselsommer kehrt zurück

Archivartikel

Ludwigshafen.Der Inselsommer kommt nach sechs Jahren Pause zurück: Erstmals seit 2011 wird das Kulturfestival im kommenden Juni wieder auf der Parkinsel ausgerichtet. Eine Woche lang erwarten die Besucher Konzerte, Theatervorführungen, Kurse, Spiele und jede Menge Begegnungen unter freiem Himmel. Organisatoren sind der Verein Kultur Rhein-Neckar und die KiTZ-Theaterkumpanei. Maßgeblich zur Wiederbelebung des Formats – das von 2000 bis 2011 ein fester Bestandteil der Ludwigshafener Kulturlandschaft war – beigetragen hat Oberbürgermeisterin Jutta Steinruck (SPD). „Ich habe schon damals alles versucht, um die Veranstalter zum Weitermachen zu animieren“, sagt sie bei der Vorstellung des Programms. „Deshalb bin ich umso glücklicher, dass es jetzt weitergeht.“

Nach Auffassung der Oberbürgermeisterin ist das Festival ein Treffpunkt für viele Ludwigshafener. „Ich bin mir sicher, dass Jeder wunderschöne Momente am Rhein mit der Veranstaltung verbindet – mir geht es genauso“, sagt sie. Der Inselsommer sei ein Ereignis, das perfekt zur Stadt passe. „Es wird von allen für alle angeboten“, betont sie mit Blick auf die 140 Nationalitäten, die in Ludwigshafen zusammenleben. „Das Festival ist ein Beispiel dafür, wie Kultur den sozialen Zusammenhalt fördern kann.“ Deshalb habe sie persönlich das eine oder andere Mal zum Telefon gegriffen, um Sponsoren davon zu überzeugen, sich für das Projekt zu engagieren.

Budget von 110 000 Euro

Denn trotz vieler Unterstützer gehen die Veranstalter mit dem Inselsommer ein Risiko ein, berichtet Eleonore Hefner, Vorsitzende des Vereins Kultur Rhein-Neckar. „Es gibt viele Fragezeichen und noch ungedeckte Kosten“, sagt sie. Der städtische Kulturhaushalt sei knapp bemessen. Vom Gesamtbudget von rund 110 000 Euro steuert die Verwaltung rund 10 000 Euro bei, vom Land kommen 15 000 Euro. „Wir können uns aber nicht beklagen“, so Hefner.

Der Inselsommer soll ohnehin keine kommerzielle Großveranstaltung werden. „Genau das war der Grund, weshalb wir im Jahr 2011 Schluss gemacht haben“, erklärt Hefner. „Weil es Tendenzen dahin gab.“ Rund 10 000 Menschen haben den Inselsommer damals besucht. Eine ähnliche Auslastung würden sich die Organisatoren auch in diesem Jahr wünschen. „Damit wären wir dann aber am Limit“, so Hefner. „Man muss ausloten, wo die Grenzen der Insel und der Bewohner liegen“, ergänzt Per Damminger von der KiTZ-Theaterkumpanei.

Im Mittelpunkt des Inselsommers steht nach Angaben Hefners die creole-Musik. 13 Konzerte sind in der Woche vom 17. bis 24. Juni vorgesehen. Daneben gibt es Mitmachangebote wie einen Bollywood-Tanzkurs, Kräuterwanderungen oder ein Kunstlabor. In einem Workshop wird Müll zu Instrumenten zusammengebaut, die bei einem Konzert präsentiert werden.

Zweites großes Standbein des Inselsommers sind die Auftritte des Kindertheaters. Laut Per Damminger sind 24 Vorführungen geplant, der Großteil davon vormittags für Schulklassen und Kitagruppen. 1300 Anmeldungen seien dafür bereits eingegangen, doch es gebe noch genügend freie Plätze. „Wir freuen uns auf ein großes gemeinsames Erlebnis“ betont er.