Ludwigshafen

Familie Aktionstag stößt trotz wechselhafter Witterung auf regen Zuspruch / Mehr als 40 Stände in der Bismarckstraße

Die Stadt spielt - auch im Regen

Ludwigshafen."Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", bekräftigte Dirk Hamann mit Blick auf den wolkenverhangenen Himmel. Ebenso wie der Oberbrandmeister, der zusammen mit einem zehnköpfigen Team der Freiwilligen und der Jugendfeuerwehr Stadtmitte samt neuem Hilfeleistungslöschfahrzeug ("HLF 20") an "Ludwigshafen spielt" mitwirkte, zeigten sich auch viele Besucher des Aktionstags unbeeindruckt von der graufeuchten Witterung: "Die zwei sind gern draußen, egal ob es regnet oder nicht", sagte etwa Martin Hengge aus Bad Dürkheim über seine Söhne Jonas und Luis.

"Für jeden was dabei"

Dass das nasse Element vielmehr sogar für eine ganze Menge Spaß sorgen kann, durfte der Beobachter auch am Stand des AWO-Jugendtreffs Maudach erleben. Mit sichtbarer Freude nahmen hier der sechsjährige Elias und sein dreijähriger Bruder Hariat mit ihren Wasserpistolen kurze Bahnen von Toilettenpapier ins Visier, die auf einer Leine aufgehängt waren. Wer es schneller schafft, diese herunter zu spritzen, gewinnt, erklärte Jugendtreff-Mitarbeiter Chris Benkesser das so einfache wie witzige Konzept. "Sehr gut", habe ihm das gefallen, meinte der zielsicher auftrumpfende Elias - und nahm ein Tütchen Gummibärchen als Prämie entgegen. "Es ist sehr, sehr schön aufgebaut hier für die Kinder. Es ist für jeden was dabei, auch Logik, körperliche Tätigkeit", urteilte Ravin Schwan über das Spielfest, bei dem die 31-jährige Freiburgerin zusammen mit ihren beiden Kindern im Rahmen eines Familienbesuchs in Ludwigshafen vorbeischaute.

Über 40 Aktionsstände standen bei "Ludwigshafen spielt" in der Bismarckstraße zwischen Rathaus-Center und Kaiser-Wilhelm-Straße: Stände, an denen die Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie Kindergärten, Vereine, Verbände und Akteure wie etwa Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) die Besucher zum Spielen animierten: Vom Kistenklettern beim THW, Mitmach-Feldhockey beim Ludwigshafener TFC 1861 über zahlreiche Spiel-, Mal- und Bastelangebote bis zur lustigen Kistenrutschen-Fahrt beim Spielmobil Rolli oder "XXL"-Bauklötze-Bauen mit dem Stadtjugendring reichte die Bandbreite der Angebote.

Christoph Heller, Ortsvorsteher der Südlichen Innenstadt, und Clemens G. Schnell, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Vorderpfalz, hatten den Aktionstag auf der Bühne am Knödelbrunnen offiziell eröffnet. Dort gab es auch ein Bühnenprogramm mit Tanz-, Sport- und artistischen Darbietungen.

"Wir wollen die Innenstadt beleben, und Familien sollen die Einrichtungen der Bereichs Jugendförderung kennenlernen", erläuterte Gabi Berger. Gleiches galt für die Ludwigshafener Vereine, kirchliche Träger und anderen Akteure. Von der Leiterin des Friesenheimer Spielraums Froschlache stammte auch die Idee zu dem Spieltag, den Berger bereits zum 15. Mal organisatorisch begleitete. "Wir wollen zeigen, was die Stadt für Kinder, Familien und junge Menschen macht - und das geballt", fügte Sabine Heiligenthal hinzu, Leitern der Jugendförderung und Erziehungsberatung.

"Außerdem ist es ein schöner Abschluss der Sommerferien", so Stephanie Damboer, Mitorganisatorin und Leiterin der Jugendfreizeitstätte Ruchheim. "Wir sind hochzufrieden", zog Heiligenthal etwa zwei Stunden nach Beginn Zwischenbilanz. Es sei sogar mehr los als im vergangenen Jahr. Damals hatte "Ludwigshafen spielt" bei über 30 Grad und strahlendem Sonnenschein stattgefunden. Spaß lässt sich eben bei jedem Wetter haben.

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