Ludwigshafen

Grüne Spitzenkandidatin Kleinschnitger schlägt vor

Doppelspitze bei Fraktion?

Archivartikel

Ludwigshafen.Die auf zehn Mandate stark vergrößerte Grünen-Fraktion im Stadtrat soll nach Ansicht der Spitzenkandidatin Monika Kleinschnitger erstmals von einer Doppelspitze geleitet werden, schlug sie gestern auf „MM“-Anfrage vor. „Wir sind in letzter Zeit stark gewachsen, dies sollte sich im Fraktionsvorstand widerspiegeln.“ Die Positionen könnten von einem Mann und einer Frau besetzt werden. Nähere Angaben machte die langjährige Fraktionsvize nicht, die bei der Stadtratswahl die meisten Stimmen bei den Grünen erhalten hatte. „Ich will einen Konsens.“ Parteisprecher Raik Dreher, der auf Listenplatz zwei rangierte und bei der Auszählung der Stimmen auf Rang fünf abrutschte, ließ offen, ob er für den Vorsitz kandidiere. Fraktionsvorsitzender Hans-Uwe Daumann, der das zweitbeste Stimmenergebnis am Sonntag erzielte, strebt wieder einen Sitz im bislang dreiköpfigen Fraktionsvorstand an, zu dem zwei Stellvertreter gehören.

Neuer Parteivorstand am 25. Juni

Eine neue Parteispitze wählen die Grünen am 25. Juni, dies beschloss eine Mitgliederversammlung. Wie Dreher erklärte, sei eine Neuwahl unumgänglich, weil er und die drei Beisitzerinnen Gisela Witt, Nesrin Akpinar und Kathrin Lamm in den Stadtrat gewählt wurden. Bei den Grünen bleibe es bei der Trennung von Amt und Mandat. Petra Mazreku kandidiere nicht mehr als Vorstandssprecherin, sie wolle sich auf die Mitarbeit im Landesverband konzentrieren.

Zu anhaltenden Gerüchten, wonach es bei den Grünen größere Differenzen gebe, sagte Dreher, dies betreffe die Vorgehensweise beim Metropol-Projekt. Die Ankettungsaktion an den Bäumen im Wahlkampf sei nicht von allen geteilt worden. Spaltungstendenzen sehe er aber nicht. Monika Kleinschnitger sprach von einem eindeutigen Parteibeschluss zum Hochhausprojekt und einer „unterschiedlichen Bewertung einer Stilfrage“.