Ludwigshafen

Soziales 72-Stunden-Aktion der katholischen Jugend

Drei Tage schuften für den guten Zweck

Ludwigshafen.„Die Welt ein Stückchen besser machen“ – so lautet das Motto der diesjährigen 72-Stunden-Aktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Drei Tage lang soziale Projekte umzusetzen, mit eigenen Händen anzupacken, Gemeinschaftsgefühl im Gruppenverbund zu erleben und im persönlichen Umfeld positiv zu wirken, darum geht es den Verantwortlichen vom Koordinierungskreis in Ludwigshafen. Elf Mitglieder hat das Organisationsteam um Gunter Straub, Jugendreferent für das Dekanat Ludwigshafen, und Philipp Kapp, der als BDKJ-Dekanatsvorstand die diversen kirchlichen Jugendgruppen von der Kolping-Jugend bis zu den katholischen Pfadfindern bestens kennt.

„Dieses Jahr stehen besonders viele Bauprojekte an, etwa in Kindertagesstätten und Jugendzentren“, erklären die Organisatoren. Besonderheit: Die Gruppen wissen bis zuletzt meist nicht, in welchem Projekt sie eingesetzt werden. „Get it“ nennen sie diese Projektvariante beim BDKJ. „Das erhöht den Nervenkitzel“, verrät Kapp mit sichtlicher Vorfreude auf den 23. Mai. Um 16.30 Uhr wird die 72-Stunden-Aktion offiziell eingeläutet.

Dazu steht der Platz der Deutschen Einheit zur Verfügung. Der Countdown wird live im Radiosender SWR 3 heruntergezählt. Im Anschluss bekommt jede Gruppe einen Umschlag mit der zu erledigenden Aufgabe überreicht. Um erste Schritte abzustimmen, werden Vertreter der Einrichtungen vor Ort sein. Während der Koordinierungskreis in der Vorbereitungsphase noch gemeinsam mit den Einrichtungsleitungen das Zepter in der Hand hielt, sind ab diesem Moment die jungen Menschen auf sich allein gestellt. „Da wird die Nabelschnur durchtrennt – die Aktionen setzen voll auf Eigendynamik“, weiß Gunter Straub.

Grillen und Abschlussfest

In Ludwigshafen stehen sieben Projekte an, ein Schwerpunktthema soll die Nachhaltigkeit bilden. In Gruppen von rund 20 Personen zwischen neun und 28 Jahren, die sich in der Regel bereits gut kennen, macht man sich an die Arbeit für die gute Sache. Auf die Unterstützung durch Sponsoren sei dabei Verlass. Die Pressearbeit erledigen die Jugendlichen selbst, wofür ein „Newsroom 72“ eingerichtet wird. Sollte es dennoch Probleme bei der Umsetzung geben, ist der Koordinierungskreis als „Telefonzentrale“ beinahe rund um die Uhr erreichbar.

Kaum weniger wichtig als die Herausforderung sei jedoch die Begegnung: „Es soll nicht nur geschwitzt und geschafft werden!“ – ein gemeinsames Grillen und ein Abschlussfest gehören dazu.

Wie erfolgreich die 72-Stunden-Aktion mittlerweile ist, zeigt allein ein Blick auf die Anzahl der Mitwirkenden: Bei der letztmaligen Aktion vor sechs Jahren engagierten sich bundesweit mehr als 100 000 ehrenamtliche Helfer.