Ludwigshafen

Sanierung Oggersheimer Ortsbeirat zieht Bilanz

Eigentümer zahlen Ausgleichsbeträge

Archivartikel

Ludwigshafen.Für knapp 45 Millionen Euro ist bei der umfangreichen Sanierung im Oggersheimer Ortskern zwischen 1990 bis 2018 vieles verbessert worden. Der Schillerplatz wurde von einer Durchgangsstraße in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt. Leerstehende, marode Häuser wichen Neubauten. Erhaltenswerte Häuser, die das Ortsbild prägen, wurden saniert. Parkraum entstand, Grünflächen und Skulpturengarten wurden neugestaltet. Auch Straßen und Gehwege wurden teilweise erneuert. „Dies zeugt davon, dass die Ortskernsanierung in Oggersheim erfolgreich war“, sagte Joachim Alexander vom Bereich Stadtvermessung und Stadterneuerung im Ortsbeirat. „Das war der positive Teil.“

Betroffene erhalten Briefe

An dieser Stelle kam Paragraf 154 des Baugesetzbuches mit ins Spiel. Demnach müssen alle Grundstückseigentümer nach Abschluss der Sanierung einen Ausgleichsbetrag zahlen, der der sanierungsbedingten Bodenwertsteigerung entspricht. Dies kann von acht bis 38 Euro pro Quadratmeter betragen, im Durchschnitt sind es rund 19 Euro.

Dieser Betrag wurde nach Angaben der Stadtverwaltung von einem Ausschuss ermittelt und in einem gerichtlichen Gutachten festgehalten. Das Geld geht an das Land Rheinland-Pfalz. Die Stadt ist der Überbringer der Botschaft. Bereits während der Sanierungsphase sei man an die Eigentümer herangetreten, schon im Voraus zu bezahlen, mit Abschluss der Bauarbeiten seien die ausstehenden Beträge endgültig fällig, sagte Jutta Timm von der Abteilung Stadterneuerung.

Doch aus heiterem Himmel kommt die Ankündigung nicht: „Schon beim ersten Anschreiben haben einige Leute bezahlt“, so Timm. „Die Betroffenen werden per Post angeschrieben. Es ist uns wichtig, dass die Leute gut beraten und mitgenommen werden“, fügte Ortsvorsteherin Sylvia Weiler (SPD) hinzu. Von den Mitgliedern des Ortsbeirates wurde die bisherige Vorgangsweise der Verwaltung gelobt, die Informationen seien stets gut geflossen. Für die Beratung der betroffenen Eigentümer steht Detlev Kehl von der Stadterneuerung zur Verfügung.

Auch kleinere Erneuerungen stehen in Oggersheim an, die Spiel- und Bolzplätze bekommen eine neue Beschilderung. Viele Verbote sind mit dabei, zum Beispiel Rauch-, Alkohol- und Hundeverbot, auch für Zelten und Feuer machen gibt es Verbotsschilder. Die Bolzplätze sollten eine Altersbeschränkung auf 25 Jahre bekommen. „Dies wurde bisher von allen Ortsbeiräten abgelehnt, damit die Eltern mit ihren Kindern zusammen Fußball spielen können“, sagte Gabriele Bindert, Leiterin des Grünconsultings.

Der Ortsbeirat Oggersheim stimmte ebenfalls über die Altersbeschränkung ab, mit dem Ergebnis, dass auch in diesem Stadtteil weiterhin die Erwachsenen mit dem Nachwuchs zusammen auf den Bolzplätzen kicken können. 

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