Ludwigshafen

Kultur Stadtmuseum stellt Jahresprogramm vor / Porträts von Kämpferinnen für Frauenwahlrecht

Einblick in die Aufbaujahre

Ludwigshafen.Ein großes Lob für „ein lebendiges und abwechslungsreiches Programm des Stadtmuseums, das sich nach außen öffnet“ sprach Dietrich Skibelski Regina Heilmann und ihrem kleinen Team aus. Die Vielseitigkeit spiegelt sich im Jahresprogramm der Einrichtung wider, das der Kulturbereichs- und die Museumsleiterin gemeinsam vorstellten. Dazu gehören fünf Sonderausstellungen. Die erste mit dem Titel „100 Jahre Frauenwahlrecht. Künstlerinnen porträtieren Frauenwahlrechtskämpferinnen“ wird am heutigen Donnerstag, 14. Februar, 19 Uhr, eröffnet. Die Schau, in die Gaby Burckhardts Textilkunstprojekt „Stixel“ eingebettet ist, wird von einem Begleitprogramm flankiert und endet am 30. März.

Die Ausstellung „Ludwigshafen in den 1950er Jahren – Fotografien von Annedore Rieder“ folgt vom 26. April bis zum 27. Juli. „Man bekommt einen Einblick in das Ludwigshafen der Wiederaufbaujahre, im Vordergrund steht aber das Zwischenmenschliche“, sagt Heilmann über die Aufnahmen der 1919 geborenen und 2007 verstorbenen Fotografin. Die Bilder seien dem Museum von Rieders Töchtern geschenkt worden.

In Kooperation mit dem Stadtarchiv präsentiert das Museum von 15. Juni bis 27. Juli die Ausstellung „Mit glühenden Kugeln“ zur Revolution von 1848/49. Danach ist die Schau „Grüße aus Ludwigshafen – Ansichtskarten aus 160 Jahren Stadtgeschichte“ zu sehen – vom 15. September bis 19. Oktober . Hierfür werden Bürger dazu aufgerufen, dem Museum Ansichtskarten mit einem Bezug zu Ludwigshafen zur Verfügung zu stellen. Die letzte Sonderausstellung des Jahres widmet sich unter dem Titel „111 Jahre Karnevalsgesellschaft Klotzgrummbeer – Fasnacht im Wandel der Zeiten“ von 15. November bis zum 29. Februar der Geschichte des Ludwigshafener Karnevals am Beispiel der Rheingönheimer „Klotzgrumbeer“, die zum Jahreswechsel ihren 111. Geburtstag feiert.

Projekt zu Jugendträumen

Ferner setzt das Stadtmuseum in diesem Jahr die Gesprächsreihe „Vielfalt macht stark“ im Mai und Oktober fort. Die Kooperation der städtischen Kultureinrichtung mit dem Ludwigshafener Frauencafé und deren „FörderPlus“-Programm an der Grundschule Gräfenauschule geht im März und April weiter. Ein Vortrag mit Exkursion zum Thema „Ludwigshafen und seine Franzosenhäuser“ findet als Beitrag zum Tag des Offenen Denkmals am Wochenende, 7./8. September, statt. Gegen Jahresende soll obendrein ein partizipatives, biographisches Medienprojekt zum Thema „Jugendwelten – Jugendträume“ starten. Weitere Einzelveranstaltungen zu stadthistorischen Themen und Persönlichkeiten sollen im Laufe des Jahres hinzukommen.