Ludwigshafen

Sport Werner Schröter wird am Freitag 75 Jahre alt

Einstiger Spitzenringer feiert in Ludwigshafen Geburtstag

Archivartikel

Ludwigshafen.Der Mann hat beruflich, sportlich und kommunalpolitisch Marksteine gesetzt: Werner Schröter, Ex-Landrat und einst Ringer der Weltklasse, feiert am Freitag in Ludwigshafen seinen 75. Geburtstag. Schröter, der in Heiligenbeil in Ostpreußen geboren wurde, kam als Sechsjähriger mit seiner Mutter und vier älteren Geschwistern in die Pfalz, wo seine wichtigsten Lebensstationen Haßloch, Schifferstadt und Ludwigshafen wurden.

Sein unvergleichlicher Weg zu Erfolgen an allen Fronten begann 1965 beim VfK Schifferstadt, für den er zwischen 1967 und 1975 achtmal deutscher Ringermeister im griechisch-römischen Stil und viermal deutscher Mannschaftsmeister wurde. Der ganz große Wurf als Einzelkämpfer auf internationalen Matten blieb ihm zwar verwehrt – aber 1970 in Edmonton wurde er Vize-Welt-, 1974 in Madrid Vize-Europameister. 1972 bei den Olympischen Spielen in München blieb er wegen eines längst abgeschafften Punktesystems ohne Medaille, obwohl er keinen seiner vier Kämpfe verlor.

Nach seiner sportlichen Laufbahn blieb Schröter dem Ringsport erhalten – als Trainer, dann 1996 als Vorsitzender des VfK Schifferstadt und schließlich als Vizepräsident des Landessportbundes Rheinland-Pfalz. Seine Erfolge halfen Schröter auch auf kommunalpolitischer Ebene: Der langjährige Leiter des Sport- und Bäderamtes der Stadt Ludwigshafen wurde 2001 für acht Jahre zum Landrat des Landkreises Luwigshafen gewählt, der auf seine Initiative heute Rhein-Pfalz-Kreis heißt.

Seine politischen Sporen verdiente sich Schröter im Gemeinderat Haßloch, im Kreistag Bad Dürkheim, im Bezirkstag Pfalz und in seiner Partei SPD. Nebenbei gründete er die „Pälzer Ausles“, einen sozial engagierten Zusammenschluss ehemaliger Spitzensportler. „Für mich hat sich mein sportlicher Erfolg später auf allen anderen Ebenen ausgezahlt“, blickt Schröter zurück, „ich bin sportlich und beruflich mit meinem Leben überaus zufrieden.“