Ludwigshafen

Corona Berufsschullehrer kritisieren Haltung der Landesregierung

„Enttäuscht und frustriert“

Ludwigshafen.Nach der Bund-Länder-Runde zum Teil-Lockdown am Montag übt der Verband für Lehrer an Berufsbildenden Schulen (VLBS) Ludwigshafen harte Kritik an der Entscheidung des Landes, am Präsenzunterricht festzuhalten. Viele hätten die Hoffnung darauf gesetzt, dass das Treffen zwischen den Spitzen der Länder und des Bundes eine Entlastung für Schulen darstellt, heißt es in einer Stellungnahme. Stattdessen würden trotz steigender Infektionszahlen die Schulen weiterhin „zwanghaft offen gehalten“, obwohl gerade in den Oberstufen und an den berufsbildenden Schulen Unterricht in kleineren Gruppen und digital möglich sei. Auch der Schulweg stelle ein Infektionsrisiko dar.

Zudem fordert der Verband eine bessere Versorgung mit Masken und Desinfektionsmitteln. Auch die für Lüftungsmaßnahmen bereitgestellten 60 Millionen Euro reichten nicht aus. „Wir Lehrerinnen und Lehrer an Berufsbildenden Schulen sind sauer, enttäuscht und frustriert“, heißt es in der Erklärung. Das „Aussitzen“ werde spätestens im Frühjahr zu einer Zwangsschließung führen. 

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