Ludwigshafen

Ermittlungen gegen BASF-Mitarbeiter in Taiwan - Verdacht auf Spionage

Ludwigshafen/Kuanyin.Die BASF ist in Taiwan offenbar Opfer von Industriespionage geworden. Ein aktueller und mehrere ehemalige Mitarbeiter des Ludwigshafener Chemiekonzerns sollen versucht haben, Betriebsgeheimnisse an einen chinesischen Konkurrenten zu verkaufen. Das bestätigte ein Sprecher der BASF in Ludwigshafen dieser Zeitung. Der Mitarbeiter, der aktuell noch bei BASF angestellt ist, sei mittlerweile freigestellt worden.

Die Verdächtigen haben in Kuanyin im Norden Taiwans gearbeitet, einem von fünf BASF-Standorten in dem Land. Das taiwanesische Büro für strafrechtliche Ermittlungen CIB untersucht den Fall. Zur Höhe des Schadens machte der BASF-Sprecher keine Angaben. Die Nachrichtenagentur AFP berichtet, dass der Marktwert der sensiblen Daten rund 100 Millionen Euro betragen haben könnte. In Kuanyin werden Chemikalien etwa für die Solarzellenherstellung produziert. BASF erwirtschaftete 2017 mit 740 Mitarbeitern einen Umsatz von 586 Millionen Euro in Taiwan – ein kleines Geschäft angesichts des Gesamtumsatzes von 64,5 Milliarden Euro.

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