Ludwigshafen

Oggersheim Ortsbeirat befasst sich mit Situation für Radler / Kontrollen am Großparthweiher angeregt

Erneute Forderung nach Radweg an Speyerer Straße

Archivartikel

Ludwigshafen.Bei der Sitzung des Oggersheimer Ortsbeirats haben die Grünen erneut den Radweg entlang der Speyerer Straße auf die Tagesordnung gebracht. Der ist seit 20 Jahren im Wegeplan, doch geschehen ist noch nichts. „Der Radweg ist zu teuer, deswegen tut sich nichts“, sagte Johannes Moeller (Grüne). Ortsvorsteherin Sylvia Weiler hält einen Radweg ebenfalls für sinnvoll. Unterstützung kam auch von der CDU. Andreas Gebauer sagte: „Der Radweg muss sein, die Radfahrer haben dort ein Todeshemd an.“ Weiler hatte zwar berichtet, dass die Straße saniert werde. Den Radweg betreffe das jedoch nicht.

In ihren Eingangsworten sprach sie auch von einem Rohrbruch auf dem Friedhof und der damit verbundenen Abstellung des Wassers. Die Versorgung werde erst im Frühjahr 2020 wieder aufgenommen.

Anschließend befasste sich das Gremium mit dem Satzungsbeschluss des Bebauungsplanverfahrens „Östlich der Speyerer Straße 47-49“. Es wurden die eingegangenen Stellungnahmen vorgetragen. Dabei ging es etwa um die Begrünung des Areals, die blickdicht sein und eine „angemessen Vorgartenzone“ darstellen soll. Zudem soll eine Grünfläche nicht als Lager- oder Abstellplatz genutzt werden. Auch Verschattung, Geruchsemissionen und Niederschlagswasserbewirtschaftung wurden angesprochen. Das Thema kommt am 25. November in den Bauausschuss, am 9. Dezember in den Stadtrat.

Der CDU-Fraktion ging es um den Parkplatz am Großparthweiher, der „Lkw magisch anzieht“ und laut den Ausführungen von Andreas Gebauer über das Wochenende als Reparaturbetrieb genutzt wird. „Da wurden schon ganze Motoren ausgetauscht.“ Doch eine Höhenbeschränkung würde 80 000 Euro kosten, so Weiler. Gebauer forderte daher regelmäßigere Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Das Thema Ausbau der Agiro- und Cordovastraße sorgte einmal mehr für kontroverse Diskussionen: „Wir haben Bürger zweier Klassen“, begründete Monika Kanzler (CDU) den Antrag auf Errichtung von Parkplätzen. Doch die Verwaltung antwortete, dass Finanzmittel dafür nicht zur Verfügung stünden. Ein Ausbau sei daher erst nach 2023 möglich. Ebenfalls diskutiert wurde die Beleuchtung des Fußwegs zum Gewerbegebiet. 25 Leuchten sollen 180 000 Euro kosten. Zu viel für die Stadt, wie die Verwaltung mitteilte. „Das ist teuer gerechnet, die Argumente der Stadt sind nicht nachvollziehbar“, kritisierte Moeller. Kanzler sagte, dass „die Leute sich sicher fühlen wollen.“ Die Grünen hatten den Antrag eingebracht, weil viele Oggersheimer per Rad und zu Fuß zu den Märkten ins Gewerbegebiet kommen. dle

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