Ludwigshafen

Oppau Ausbaupläne der Kita August-Bebel-Straße im Ortsbeirat vorgestellt

Erst Neubau, dann Abriss

Ludwigshafen.Fast 1,9 Millionen Euro will die Stadt im nächsten Jahr für den Ausbau der Kindertagesstätte August-Bebel-Straße in Oppau ausgeben. Das geht aus den Haushaltsansätzen für 2019/2020 hervor, die im Ortsbeirat Oppau vorgestellt wurden. Einzelheiten dazu sollen in der nächsten Sitzung diskutiert werden. Vorgesehen ist, dass zunächst der Neubau auf dem bisher benachbarten Bolzplatz entstehen soll. Danach werden der Altbau abgerissen, das Außengelände und ein Spielplatz neu angelegt. Damit will die Stadt die Kosten von Containern als provisorische Räume sparen.

Weil der Kita-Ausbau gefördert wird, müssen die Arbeiten laut Vorgaben bis spätestens 2022 abgeschlossen sein, so ein Vertreter der Kämmerei. „An uns liegt es nicht“, sagte dazu Ortsvorsteher Udo Scheuermann (SPD).

Weitere 750 000 Euro sind nächstes Jahr für den Ausbau des Rad- und Gehwegs entlang der Friesenheimer Straße eingeplant. Brandschutzmaßnahmen in der Feuerwache Nord, aber auch die Erweiterung der Atemschutz-Übungsstrecke werden mit 243 000 Euro zu Buche schlagen. Für die Sanierung des Brückenbauwerks L 523 (Rhein-/Bürgermeister-Trupp-Straße) stehen jeweils 400 000 Euro für 2019 und 2020 im Haushalt, für Kleinmaßnahmen im Bürgerhaus Oppau je 60 000 Euro.

Mehr Schutz vor Einbrechern

Für den Radweg zwischen Melm und Oppau sind 30 000 Euro eingeplant. Der ist offiziell nur ein Wirtschaftsweg für die Landwirtschaft, wird aber von vielen Schülern als Abkürzung genutzt. Im Hinblick auf die Verkehrssicherheit sollen dort Schlaglöcher ausgebessert werden, forderte die SPD-Fraktion. Eine Zustimmung der Aufsichtsbehörde ADD ist aber erforderlich.

Die Einstellung von Haushaltsmitteln für den Einbruchschutz an Kitas beantragte die CDU-Ortsbeiratsfraktion, nachdem in der Wolfsgrube in zehn Monaten sieben Mal eingebrochen wurde. „Und jedes Mal fallen Betreuungszeiten für Kinder aus, bis die Spurensicherung fertig ist“, begründete Sprecher Roman Bertram. Die Stadt versprach, geeignete Lösungen zu erarbeiten.

Beim Straßenausbau bleiben die Beiträge der Anwohner stabil – bei sieben Cent in Oppau, zehn Cent in Edigheim und 33 Cent in der Pfingstweide. Die Differenz ergibt sich aus den Baumaßnahmen der Vorjahre. Größere Projekte für die nächsten Jahre sind der Ausbau der Friesenheimer Straße (Horst-Schork- bis Trupp-Straße) für 1,5 Millionen Euro und der dritte Bauabschnitt der Ortsmitte in Oppau um das Bürgerhaus für 820 000 Euro.

In Edigheim sind 1,1 Millionen Euro für die Bürgermeister-Fries- sowie je rund 1,2 Millionen Euro für die Deich- und Anglerstraße geplant. In der Pfingstweide kommt nach dem Brüsseler Ring ab 2021 der Londoner Ring für 4,4 Millionen Euro dran. Die Prager Straße wird hingegen erst nach 2023 ausgebaut.