Ludwigshafen

Hack-Museum Drittklässler der Wittelsbach-Grundschule haben viel Spaß an Kreativ-Projekt

Fabelwesen mit kleinen künstlerischen Fehlern

Ludwigshafen.Eine SprachKunst-Werkstatt im Wilhelm-Hack-Museum stand für die Drittklässler der Wittelsbach-Grundschule im vergangenen Schuljahr auf dem Stundenplan. Ermöglicht hatte dieses Kreativ-Projekt der Förderkreis des Museums. "Seit 2011 gibt es schon diese Kooperation mit der Wittelsbachschule. Die Drittklässler kamen eine Zeit lang jeden Montag hierher, um das Museum kennenzulernen", sagte Museumspädagogin Sarah Strub, die die Werkstatt mit zwei Kolleginnen leitete. Die Kinder lernten die verschiedenen Kunstrichtungen kennen und durften selbst kreativ arbeiten. Die Ergebnisse sind im kleinen Ausstellungsraum im Untergeschoss des Museums noch bis zum Ende der Sommerferien zu sehen.

"Die Kinder sind am Anfang des Projektes etwas schüchtern und distanziert, da das Museum eine andere Welt ist. Es ist schön, mit anzusehen, wie sie langsam aus sich herausgehen und beginnen, miteinander über ihre Ideen zu reden", meinte Brigitte Grillo vom Vorstand des Förderkreises. Bevor die Ausstellung eröffnet wurde, gab es noch eine tänzerische Darbietung von vier Schülern, zwei Mädchen, zwei Jungen.

Im Ausstellungsraum herrschte kurz darauf munteres Treiben. Stolz präsentierten die Kinder ihre Bilder und Figuren, die im Laufe des Projektes zu völlig unterschiedlichen Themen entstanden waren. Bei einem Thema hatten die kleinen Künstler sich von der großen Miró-Wand an der Fassade des Museums inspirieren lassen, beim anderen beschrieb ein Kind, was es auf einem bereits fertigen Bild sah, während das andere die Beschreibung in ein eigenes Bild umsetzte. Auch Jackson Pollocks berühmtes Action Painting durfte nicht fehlen. Miteinbezogen wurden auch die Ausstellungen des Museums wie zum Beispiel "Abstraktionen" oder "Pop Up!".

Immer präsent war das Thema Sprache. "Wir sind mit den Kindern durchs Museum gegangen und haben viel über Kunst gesprochen. In ihren Bildern und Figuren haben sie dann quasi das Gesprochene wieder verfestigt", so Sarah Strub. "Am besten gefallen hat mir das Arbeiten mit Ton. Wir sollten ein Fabelwesen machen, das einen kleinen Fehler hat. Ich habe ein Zweihorn gebastelt, ein Einhorn, das zwei Hörner hat", meinte die achtjährige Favour Godwin. "Meine Schildkröte hat ebenfalls einen Fehler, der Kopf ist blau, wie das Wasser. Wenn sie taucht, sieht es aus, als wenn sie den Kopf eingezogen hat", so der neunjährige Rojhat Birdal.

Die Schüler waren sehr stolz auf ihre Werke, über die sie auch viel zu berichten hatten - woran man erkennen konnte, dass das Konzept "SprachKunst-Werkstatt" aufgegangen ist. Besonders Spaß gemacht habe es den Schülern, ins Materiallager des Museums abzutauchen und sich davon inspirieren zu lassen.