Ludwigshafen

Bildung Kinder gestalten eigene Werke beim Herbstferienprogramm im Hack-Museum / Durch Jubiläumsausstellung inspiriert

Farbhelden auf Streifzug durch die Kunst

Ludwigshafen.23 Kinder wurden analog den Superhelden zu Farbhelden – beim Herbstferienprogramm im Hack-Museum: „Kunst ist in“, wie Valentina Jaffé das große Interesse erklärte. Für das Programm hatten sich in diesem Jahr mehr Kinder angemeldet als zuvor. Zusammen mit Leonie Eisinger brachte Jaffé den Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren die Kunst näher. „Dabei sollen sie nicht nur schauen, sondern auch selbst gestalten.“

Himmelsbilder und Selbstporträts

Zuerst schauten sich die Mädchen und Jungen in der Jubiläumsausstellung „40 Jahre – Meisterwerke zu Gast“ die Werke großer Meister genauer an: Pollock, Ruff und Irving waren Bilder, die nach 1945 entstanden und den Kindern erklärt wurden. Davon ließen sich diese inspirieren. Im Museumsatelier wurden die Farbhelden in Malerkittel gesteckt und es ging los: Da wurde unter dem Eindruck des zuvor Gesehenen geforscht, experimentiert, gemalt, gedruckt, gedichtet, geformt, erfühlt, gezeichnet und gebaut.

„Sie wissen alle, was abstrakt ist?“ Der junge Patrick vom Team der Himmelsbilder stieß mit seiner Frage auf Schweigen. Als Sprecher seiner Gruppe präsentierte er bei der Abschlusspräsentation nicht nur die entstandenen Werke, sondern auch sein Wissen und erklärte den Mamas, Papas, Omas, Opas, Tanten und Onkels, dass man bei „abstrakten Bildern sich verschiedene Sachen vorstellen kann.“ Die Abschlusspräsentation war gleichzeitig die Vernissage, bei der die Kinder ihre Werke zeigten. „Das ist meins“, schon gleich bei der Türöffnung des Museumateliers ging es turbulent zu. Die Kinder konnten es kaum erwarten, ihre Arbeiten stolz zu zeigen. Joshua und Maria präsentierten in ihrer Lichtspiel-Gruppe die mit „schleimigen Farben“ gemalten und an die Fensterscheiben aufgehängte Werke: „Wenn die Sonne da wäre, würden die leuchten.“

Die vorgetragenen Gedichte stellten viele Bezugspunkte her und brachten eine bemerkenswerte Frage auf: „Ist das vielleicht Kunst?“ Lisa und Patrick stellten die Himmelsbilder vor, Luise und Lilith die Himmelskörper und das Raumschiff „Charlotte“ und Julius und Julian die Drucke. Hassan und Kalli erklärten, dass die Tassen erst noch gebrannt werden müssen, und Jakob zeigte auf, wie die Selbstporträts entstanden sind: „Mit der linken Hand das Gesicht erfühlen, mit der rechten malen.“ 

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